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Immer wieder Juweliere im Visier von Räubern

Auch heuer kam es bereits zu einigen spektakulären Fällen. Diese Woche schlugen Täter gleich zwei Mal zu, und das mit großer Brutalität. Ein weiteres Mal scheiterten sie - 2004 kein starkes Jahr bei Juwelier-Überfallen.

Dennoch: 2004 war bisher dem stellvertretenden Leiter der Wiener Kriminaldirektion 1, Dr. Hannes Scherz, zufolge kein besonders starkes Jahr bei Juwelier-Überfällen. Nachfolgend eine Dokumentation der wichtigsten Raubzüge des Jahres 2004 in Wien:

21. Jänner: Bei einem Überfall auf ein Juweliergeschäft in der Brünner Straße 23 in Floridsdorf wird die Mitgeschäftsführerin durch einen Bauchstich zunächst lebensgefährlich verletzt. Das Duo flüchtet mit einem Kilogramm Schmuck und Bargeld. Die 39-Jährige überlebt.

Mit Softgun bewaffnet

30. Jänner: Der Juwelier Wagner in der Kärntner Straße in der City wird von vier Tätern überfallen. Mit Softgun und Hämmern bewaffnet stürmt die Bande ins Geschäft. Während einer den Geschäftsführer und zwei Mitarbeiterinnen in Schach hält, schlagen die anderen Vitrinen ein und nehmen 34 Luxusuhren im Gesamtwert von 460.000 Euro mit. Kurz darauf werden die Kriminellen – eine europaweit agierende estnische Gang – im Orient Express geschnappt und im August in Wien zu Haftstrafen verurteilt.

„Der Wagner“ ist nur zwei Tage nach dem Überfall – am 1. Februar – Schauplatz eines spektakulären Einbruchs, bei dem die Täter mit einem Wagen und Reifen das Schaufenster eindrücken und Pretiosen sowie Chronometer um eine Million Euro erbeuten. Die serbischen Tatverdächtigen werden ebenfalls wenige Wochen später geschnappt.

Juwelier brutal niedergeschlagen

16. März: Ebenfalls in der City überfällt ein Trio einen Juwelier. Während einer der Täter vor dem Geschäft in der Dorotheergasse „Schmiere“ steht, dringen seine Komplizen in das Geschäft ein und schlagen den Inhaber mit bloßen Fäusten nieder. Die Vitrinen des auf teure Chronometer spezialisierten Händlers werden leer geräumt.

27. Juli: Auch nicht wirklich in die Kategorie Raub gehört dieser Fall in Meidling. Gegen 4.00 Uhr dringen drei Männer in das Juweliergeschäft in der Meidlinger Hauptstraße ein. Sie rechnen nicht damit, dass der Inhaber wegen eines defekten Rollbalkens nach einem früheren Einbruchsversuch in seinem Geschäft schläft. Er erschießt einen der Täter.

Schreckhafte Räuber

13. September: In einem Meidlinger Juweliergeschäft bedrohen drei Räuber eine Angestellte mit einer schwarzen Pistole. Diese schreit, ihre Chefin kommt aus dem Hinterzimmer. Die Kriminellen erschrecken dermaßen, dass sie unverrichteter Dinge die Flucht ergreifen.

14. September: Ein Räuber überfällt einen Juwelier in der Spiegelgasse in der City, schlägt dem 81-Jährigen mit einer Pistole auf den Kopf und fesselt ihn. Aus dem Tresor nimmt der Täter einige Tableaus mit Schmuck und flüchtet.

16. September: Ein Trio überfällt ein Geschäft in der Favoritenstraße 115 in Favoriten und bedroht die beiden Angestellten mit einer Faustfeuerwaffe. Eine der beiden Frauen wird mit Handschellen gefesselt, dann räumen die Täter die Schaufenster aus. Die Beute hat einen Wert von rund einer halben Million.

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