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Immer noch Rassismus in den USA

Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind in den Vereinigten Staaten nach Ansicht von US-Schauspielerin Halle Berry ("Passwort: Swordfish") immer noch nicht ausgerottet.

“Rassismus existiert in den USA immer noch”, sagte Berry (35) in einem dpa-Gespräch zu ihrem neuesten Film “Monster’s Ball”, der am Samstag in Berlin im Wettbewerb der 52. Berlinale gezeigt wurde.

Berry spielt in dem langsamen Melodram die farbige Leticia, die auf den rassistischen Henker (Billy Bob Thornton) ihres Mannes trifft. Der deutsch-schweizerische Jungregisseur Marc Forster (“Everything put together”) setzt sich in dem Streifen mit den Themen Rassismus, Einsamkeit, Selbstmord, Armut, Todesstrafe und Sexualität auseinander.

Vor allem die Thematisierung von Fremdenfeindlichkeit habe sie in dem Drehbuch überzeugt, sagte Berry. In der US-Gesellschaft seien Veränderungen zwar deutlich zu erkennen, sie begegne aber immer noch offener Fremdenfeindlichkeit. “Ich bin in meinem Leben schon häufiger als Nigger bezeichnet worden.” Eine Karriere als Schauspielerin habe sie sich wegen ihrer Hautfarbe lange Zeit nicht vorstellen können. “In Film und Fernsehen traten nie schwarze Frauen auf.”

Die sehr eindeutigen Sexszenen waren für die Schauspielerin nach eigenem Bekunden kein Problem. “Wir haben die Szenen genau wie die anderen ernsten Sequenzen gedreht”, erklärte Berry. Sowohl sie als auch ihr Filmpartner Billy Bob Thornton hätten sich so sehr in ihre Charaktere vertieft, dass sie mit der intimen Situation gut zurecht gekommen seien. Dennoch seien Sexszenen äußerst unnatürlich. In den Vereinigten Staaten lief der Film gerade in einer stark zensierten Version in den Kinos an.

“Ich habe noch nie bei einem Film mitgewirkt, der in 24 Tagen und mit so wenig Geld gedreht wurde”, gestand Berry. Sie habe sich wegen des Drehbuchs und des “menschlichen Bildes von Leticia” für die Rolle entschieden. Einem zu Tode Verurteilten könne sie selbst niemals das Leben nehmen. “Ich würde niemals den Knopf drücken, der das Leben eines Menschen beendet.” Eine eindeutige Meinung über die Todesstrafe habe sie aber nicht. “Ich habe Mütter von Verurteilten und Angehörige von Opfern kennen gelernt und kann beide Seiten nachvollziehen.”

Regisseur Forster will mit “Monster’s Ball” Probleme in der US- Gesellschaft beschreiben. “Ich denke, Hollywood braucht ausländische Regisseure, um kritische Filme über die USA zu machen”, sagte der Deutsch-Schweizer.

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