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Im weißen Rössl - Kritik und Trailer zum Film

Mehr als 50 Jahre nach dem Erfolgsfilm mit Peter Alexander kommt das "Weiße Rössl" wieder ins Kino: Regisseur Christian Theede erzählt die alte Geschichte in der Zeit von heute und lässt die heile Kitschwelt der 1960er Jahre am Wolfgangsee auf das zynische 2013 treffen. In der Hauptrolle der Ottilie Giesecke ist Diana Amft ("Doctor's Diary") zu sehen, ihren Vater spielt Armin Rohde.  Alle Spielzeiten auf einen Blick

Viel hat sich im “Weißen Rössl” am Wolfgangsee in den vergangenen 50 Jahren nicht geändert: Die Sonne strahlt, der See glitzert, das Hotel glänzt lila, ständig wird gesungen und der Oberkellner Leopold ist immer noch in die Frau Wirtin verliebt. Nur dass in der deutsch-österreichischen Koproduktion von Christian Theede, der das romantische Singspiel von Ralph Benatzky neu für das Kino adaptiert hat, nicht mehr Peter Alexander, sondern Fritz Karl seine Chefin anschmachtet und die kitschige Postkartenidylle mit der zynischen Jetzt-Zeit kontrastiert wird. Das Ergebnis liegt irgendwo zwischen Luxus-Trash und Fremdschäm-Operette und wird zum Kinostart (7. November) mit Sicherheit Diskussionen provozieren.

In Deutschland kommt die Geschichte der jungen Berlinerin Ottilie, die statt eines Heiratsantrags eine üble Abfuhr von ihrem Freund kriegt und zur Ablenkung gemeinsam mit ihrem Vater auf einen Kurzurlaub an den Wolfgangsee fährt, bisher gut an: “Von Anfang bis Ende super lustig”, schrieb etwa “stern.de”. Und andernorts ist die Rede von “herrlichem Gute-Laune-Kino”, das “temporeich, witzig und schräg inszeniert” sei. Wenn Ottilie (Diana Amft) und ihr Vater (Armin Rohde) aus dem regnerischen Berlin in den blühenden Retro-Charme des Salzkammerguts eintauchen, wird tief in die Klischeekiste gegriffen, aber gleichzeitig so dick aufgetragen, dass der Trashfaktor durchaus vergnügliche Momente beschert.

Im weißen Rössl – Wehe du singst: Die Kritik

Ottilie mit dem gebrochenen Herzen kann mit der Idylle anfangs gar nichts anfangen und lässt die bemühten Mitmenschen – vor allem den über beide Ohren verliebten Anwalt Otto Siedler (Tobias Licht) – immer wieder auf- und sich selbst mit Schnaps volllaufen. Da muss sie dann erst noch die seltsamen Machenschaften des Popstars Sigi (Gregor Bloeb) vereiteln, damit sich der Culture Clash am Ende in operettenseliges Wohlgefallen auflösen kann. “Gott, steh mir bei”, flüstert die Wirtin (Edita Malovcic) da einmal. “Vergiss Gott”, gibt Oberkellner Leopold zurück. “Du hast jetzt mich.” Die grenzwertige Absurdität der Heimatfilmparodie überschreitet doch öfters die Grenzen und hinterlässt einen teilweise peinlich berührt.

“Im weißen Rössl” wurde 1930 in Berlin uraufgeführt und danach fünf Mal verfilmt, u.a. von Willi Forst 1952 mit Johannes Heesters und 1967 mit Peter Weck. Beliebt wurde die Operette, die zuletzt wieder vermehrt auf den Spielplänen der deutschsprachigen Bühnen stand, vor allem durch ihre Lieder wie den Tango “Es muss was Wunderbares sein” oder “Was kann der Sigismund dafür”. Die Songs wurden teils stark modernisiert und u.a. von Parov Stelar, Bela B. oder Willi Gabalier zwischen Deutsch-Pop und Elektro-Swing angesiedelt. Die Musik, der ironische Grundton und die liebevolle Ausstattungsorgie sorgen somit insgesamt für einen eigenwilligen Unterhaltungs- und einen hohen touristischen Wert.

Trailer zum Film

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