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Igitt: Fleisch-Schmuggel

Aufgedeckt: Fleisch-Schmuggler mit Österreich-Connections in Norwegen ausgehoben. Geflügelfirma bei Wien als mutmaßliche Drehscheibe.

Einer Fleisch-Schmugglerbande mit Österreich-Connections ist nun in Norwegen das Handwerk gelegt worden. Die Organisation soll in den Jahren 1996 bis 1998 mindestens 450 Tonnen Truthahn-, Huhn- und Entenfleisch von Ungarn und Kroatien nach Norwegen geschmuggelt haben. Einen Konnex gibt es in diesem Fall auch nach Österreich, denn als Drehscheibe dürfte eine Geflügelfirma bei Wien fungiert haben, berichtete der norwegische Rundfunk NRK.

Neben vier Norwegern befindet sich unter den Verdächtigen auch ein Österreicher, der seit Jahren in dem skandinavischen Land lebt und unter anderem auch in der Gastronomie tätig war. Er befand sich vorübergehend in Untersuchungshaft. Ein weiterer der mutmaßlichen Schmuggler hat dem NRK zufolge ebenfalls Verbindungen in die Alpenrepublik – sein Schwiegervater soll der Inhaber der betreffenden Geflügelfirma bei Wien sein.

Das Fleisch wurde laut NRK nicht kontrolliert, sondern mit dem Gütesiegel “Gut norwegisch” in landesübliche Verpackungen gesteckt. Der Profit der Schmuggler dürfte beträchtlich gewesen sein. Der Staat soll um mindestens 180 Millionen norwegische Kronen (22,0 Millionen €/303 Millionen Schilling) an Zoll und Abgaben gebracht worden sein. Der Verkauf dürfte laut NRK einen Umsatz in zweistelliger Millionenhöhe eingebracht haben.

Teile der Schmuggelware sollen nach Russland – und diesmal offiziell – weiterexportiert worden sein: Die norwegischen Unternehmen sollen laut der Wirtschaftspolizei des Landes dafür insgesamt 33 Millionen Kronen (4,03 Millionen €/55,5 Millionen Schilling) kassiert haben. Ob die exportierenden Firmen von der tatsächlichen Herkunft ihrer Exportware informiert waren, ist derzeit Gegenstand von Ermittlungen. [15.1.2000]

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