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"Ich war ein totaler Klugscheißer"

Filmstar Leonardo DiCaprio („Aviator“) blickt selbstkritisch auf die Anfänge seiner Karriere zurück: "Ich war damals ein totaler Klugscheißer“.

Das sagte der 30-Jährige der Zeitschrift „Elle“. Das habe daran gelegen, dass er in der Schule immer der Kleinste war und sich behaupten musste.

„Schmächtig und aufgeblasen – eine tödliche Kombination“, meint er heute. Inzwischen gibt es nichts, was er an seinem Leben ändern möchte. Auch dank seiner Partnerin, dem Model Gisele Bündchen, sei er ein „verdammt glücklicher Hund“.

„Ich muss mich selbst noch mehr beweisen“

Leonardo DiCaprio (30) ist seit „Titanic“ (1997) ein Weltstar. Nach „Gangs of New York“ ist „Aviator“ bereits der zweite große Film, den DiCaprio mit US-Regisseur Martin Scorsese gedreht hat. Ein weiteres gemeinsames Projekt mit dem Titel „Infernal Affairs“ ist nach Angaben des Schauspielers in Planung. In „Aviator“ spielt DiCaprio den amerikanischen Flug- und Filmpionier Howard Hughes. Der Milliardär liebte das Leben und die Frauen, litt aber an einer schweren Zwangspsychose. „Wer könnte so einen Charakter wie Howard Hughes erfinden?“, meinte DiCaprio. Am Donnerstag (20.1.) startet das fast dreistündige Epos in den österreichischen Kinos.

Frage: Was fasziniert Sie an der Figur von Howard Hughes?

Leonardo DiCaprio: „Für mich ist Howard Hughes wie eine mythologische, griechische Figur. Er war wie ein altertümlicher Prinz, aber das passierte alles im letzten Jahrhundert. Er war Amerikas reichster Mann, er war ein Pionier der Luftfahrt, er steckte viel Geld in die Filmindustrie von Hollywood, produzierte seine eigenen Filme, er war wirklich ein amerikanischer Held. Hughes war halb taub, eigentlich schüchtern, aber trotzdem charmant genug, um die schönsten Frauen seiner Zeit zu verführen und das Filmbusiness und das Flugwesen zu revolutionieren. Er hat sich seine Träume erfüllt, aber er hat auch immer gegen den Wahnsinn gekämpft, der in ihm steckte.“

Frage: Howard Hughes hat nicht aufgehört, bis er sich seine Träume erfüllt hat. Wovon träumen Sie?

Leonardo DiCaprio: „Das ist vielleicht eine langweilige Antwort: Aber ich wollte immer Schauspieler werden. Ich bin sehr glücklich. Man kann nie kontrollieren, was über einen gesagt wird. Ich habe viel Zeug über mich gelesen, 90 Prozent davon war unwahr. Wenn man das nicht akzeptiert, dann sollte man das Filmgeschäft verlassen. Aber wenn man akzeptiert, dass man über sein öffentliches Bild keine Kontrolle hat, wird vieles einfacher. Ich liebe es, Filme zu machen, ich habe meine eigenen Kriterien bei dem, was ich erreichen will. Ich muss mich selbst noch mehr beweisen.“

Frage: Howard Hughes war ein Besessener. Haben Sie manchmal Angst vor Ihrer eigenen Obsession, der Schauspielerei?

Leonardo DiCaprio: „Nein. Ich denke, ich bin darauf vorbereitet, was immer kommen mag. Ich habe keine Angst, denn ich weiß, dass es Hochs und Tiefs gibt. Ich bin ein glücklicher Mensch.“

DiCaprio möchte in Kinogeschichte eingehen

Leonardo DiCaprio ist nach eigenen Worten sehr ehrgeizig. Der 30-jährige Hollywoodstar, der gerade für die Darstellung von Howard Hughes in „The Aviator“ den Golden Globe bekommen hat, sagte der Zeitschrift „Elle“: „Ich möchte später mal auf mein Leben zurückblicken und sagen können: Ich bin ein Teil des amerikanischen Kinos geworden.“

In einem Interview der „Financial Times Deutschland“ (Mittwochausgabe) verriet DiCaprio: „Bei der Verfolgung meiner Ziele bin ich ziemlich rücksichtslos.“ Robert De Niro habe ihn geprägt: „Zusammen haben wir meinen ersten großen Film ’This Boy’s Life’ gedreht. Seitdem ist mir seine unerbittliche Arbeitsethik Vorbild geblieben.“

Selbstkritisch äußerte sich der Sohn einer aus Deutschland stammenden Anwaltsgehilfin in „Elle“ über seine Jugend in Los Angeles: „Ich war damals ein totaler Klugscheißer.“ Das habe daran gelegen, dass er in der Schule immer der Kleinste gewesen sei. „Schmächtig und aufgeblasen: eine tödliche Kombination“, sagte DiCaprio. Heute muss er nicht mehr angeben: „Ich fliege weder in Privatjets, noch habe ich Bodyguards.“ Es gibt nichts, was er zurzeit an seinem Leben ändern möchte. „Ich habe einen super Job und seit längerem eine Beziehung mit Gisele, die ein wunderbarer Mensch ist. Kurz: Ich bin ein verdammt glücklicher Hund.“

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