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  • "Ich war ein einsames Kind!"
  • "Ich war ein einsames Kind!"

    Als Kind durfte David Garret keine Rockmusik hören und musste vier Stunden täglich üben. Heute lässt er es deshalb ordentlich krachen. Zeit für die echte Liebe bleibt da nicht, wie der Stargeiger dem Seitenblicke Magazin verraten hat.

    Auf seinem neuen Album hat David Garrett Songs von Nirvana bis U2 neu interpretiert und macht einen auf Rocker. Diesem Image scheint er auch privat zu genügen ? er gilt als großer Womanizer, zuletzt war von einer Affäre mit Klitschko-Ex Alena Gerber die Rede. Was er zu seinem Image sagt? Er verriet es uns.

    Seitenblicke: Mittlerweile wird ja ständig von Ihrem Playboy-Leben gesprochen …
    David Garrett: Playboy? Ich? Schön wär?s! Ach Gott, wenn diese Gerüchte alle stimmen würden, was hätte ich doch für ein tolles Leben! Ich sag nicht, dass alles Quatsch ist, was behauptet wird, aber manchmal lese ich etwas und denke: Menschenskind, wenn das tatsächlich so passiert wäre ? wäre cool gewesen.

    Glauben Sie an die Liebe?
    Keine Ahnung. Die große Liebe hab ich jedenfalls lange nicht mehr erlebt.

    Warum?
    Mir fehlt einfach die Zeit, eine Frau über Wochen so gut kennenzulernen, dass ich mich in sie verliebe. Liebe entwickelt sich durch Nähe. Und mein Lebensrhythmus ist derzeit total hektisch. Ich habe schlicht keine Zeit, mich auf etwas Langfristiges einzulassen.

    Als Kind mussten Sie vier Stunden täglich üben. Wie einsam ist man als Wunderkind?
    Rückblickend ziemlich einsam. Nur wusste ich damals nicht, was ich vermisse, weil ich nichts anderes kannte. Ich war absolut isoliert, habe einiges verpasst. Andererseits: Hätte ich das nicht, würde ich heute nicht können, was ich kann.

    Haben Sie später versucht, das zu kompensieren?
    Klar. Da habe ich es auch ein bisschen krachen lassen. Aber ich habe ja auch erst mit 17 begonnen, wirklich Freunde zu haben und mich auszutauschen.

    Mit 19 Jahren haben Sie dann beinahe alles hingeschmissen …
    … und bin nach New York abgehauen. Ich hatte eine Hassliebe zur Violine entwickelt, fühlte mich fremdbestimmt. Man sagte mir zwar ständig, ich hätte das Talent und die Verantwortung für alles, aber Entscheidungen durfte ich überhaupt keine treffen. Bis ich rebelliert und gesagt habe: “Hey, was soll der Scheiß?!”

    Eine Rebellion gegen Ihre Eltern?
    Gegen meine Eltern, gegen das System.

    Wie David Garrets Verhältnis zu seinen Eltern heute ist, ob ihm der Erfolgsstress nicht zu viel wird und, ob er sich nach der oben erwähnten großen Liebe sehnt – das alles und noch viel mehr erfahren Sie im kompletten Interview mit dem Stargeiger. Jetzt im Seitenblicke Magazin 41/10!

    (Seitenblicke Magazin/Foto: dapd)