"Ich möchte Sterben"

Die irische Sängerin schockierte nicht nur ihre Fans, als sie via Twitter ihre Selbstmordgedanken öffentlich machte. In einem offenen Interview sprach sie nun über den Hintergrund ihrer Verzweiflung.

“Ich möchte sterben”, lautete eine jener verzweifelten Nachrichten, die Sinéad O?Connor in letzter Zeit auf ihrem Twitter-Account postete. In einem Interview mit der Zeitung “Irish Mail on Sunday” erklärte die irische Sängerin nun, wo ihre Gefühle herrühren und ob man sich ernsthaft Sorgen um sie machen muss.

Zuerst stellte die 44-Jährige klar, dass ihre emotionalen Ausbrüche auf dem Blogspace eine Art Ventil für sie waren. “Ich würde diese Gefühle niemals in die Tat umsetzen”, sagte O?Connor und räumte damit Befürchtungen aus, sie könne sich tatsächlich das Leben nehmen.

Als Mutter überfordert

Allerdings, so die vierfache Mutter, habe sie große Probleme bei der Erziehung ihrer Kinder. Vor allem was Shane anginge, ihren sechsjährigen Sohn aus einer Affäre mit dem irischen Musiker Donal Lunny, sei sie ratlos und auf der Suche nach Hilfe und Unterstützung.

“Ich hatte Selbstmordgedanken, weil es meine Schuld ist, dass Shanes Vater nicht in seinem Leben ist”, so Sinéad. Keine Vaterfigur zu haben, sei für den Buben extrem schwierig gewesen. Einmal habe sie seine XBox-Konsole vor seinen Augen zertrümmert. “Ich konnte einfach nicht mehr. Ich hatte das Gefühl, eine sauschlechte Mutter zu sein. Ich bin die Mutter geworden, die ich nie sein wollte”, erklärt sie. “Ich fing an, mich selbst zu hassen und wusste nicht, an wen ich mich wenden sollte.”

Sinèad O?Connor lebt mit ihrem Mann Steve Cooney und ihren drei jüngeren Kindern in Dublin. Sie leidet eigenen Angaben zufolge an einer manisch-depressiven Störung, die sie auf ihre gewalttätige Mutter und ihren frühen Einstieg ins Musikgeschäft zurückführt.

(seitenblicke.at/Foto: dapd)

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