Ibiza-Drahtzieher Julian H. nach Österreich ausgeliefert

Julian H. musste in Deutschland im Wirecard-U-Ausschuss aussagen.
Julian H. musste in Deutschland im Wirecard-U-Ausschuss aussagen. ©APA/dpa/Christoph Soeder
Ibiza-Drahtzieher Julian H. wurde am Dienstag nach Österreich ausgeliefert. Das deutsche Bundesverfassungsgericht lehnte am Montag den Eilantrag gegen die Auslieferung ab.

Der mutmaßliche Drahtzieher des Ibiza-Videos ist heute, Dienstag, nach Österreich ausgeliefert worden. Die Staatsanwaltschaft Wien bestätigte eine entsprechende Meldung der Tageszeitung "Österreich". Julian H. befinde sich zurzeit in Gewahrsam. Nun werde ein Antrag auf U-Haft gestellt. Julian H. werden Erpressung und mögliche Drogendelikte vorgeworden. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

Eilantrag wurde nicht stattgegeben

Der 40 Jahre alte Privatdetektiv hatte am Montag vergeblich versucht, mit einem Eilantrag seine Auslieferung nach Österreich zu verhindern. Das deutsche Bundesverfassungsgericht lehnte seinen Einspruch gegen die Entscheidung des Berliner Kammergerichts ab, dass seine Auslieferung zulässig ist. Julian H., der mit europäischem Haftbefehl gesucht wurde, war im Dezember in Berlin festgenommen worden.

Das Berliner Kammergericht hatte in der Vorwoche seiner Auslieferung wegen des Verdachts auf Erpressung im Zusammenhang mit dem Video und möglicher Drogenstraftaten zugestimmt. Am Freitag hat er im deutschen Untersuchungsausschuss zum Wirecard-Bilanzskandal ausgesagt. Der hiesige Ibiza-Untersuchungsausschuss möchte den mutmaßlichen Video-Drahtzieher ebenfalls befragen.

(APA/red)

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