IAEO berät in Wien über Irans Atompläne

Generaldirektor der internationalen Atomenergiebehoerde (IAEO) Mohamed El Baradei | &copy APA
Generaldirektor der internationalen Atomenergiebehoerde (IAEO) Mohamed El Baradei | &copy APA
Die iranischen Atompläne bleiben weiterhin im Brennpunkt des Interesses der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEO.

Zwar wird auf der am Montag in Wien beginnenden Frühjahrstagung des IAEO-Gouverneursrats kein offizieller Bericht über Teherans umstrittene Atompolitik vorgelegt. Die USA wollten jedoch den Druck auf die Mullah-Regierung aufrechterhalten, hieß es am Sonntag bei der Wiener Behörde.

Die Vertreter der 35 Mitglieder des Gouverneursrats werden sich außerdem mit der Wahl eines neuen Generaldirektors befassen. Einziger Kandidat ist der amtierende IAEO-Chef Mohammed el Baradei, dessen dritte Kandidatur von den USA grundsätzlich abgelehnt wird.

Im Mittelpunkt der Diskussionen dürfte jedoch weiterhin der Iran stehen. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Hamid-Resa Assefi bekräftigte am Sonntag, sein Land sei trotz der laufenden Verhandlungen mit der EU nicht bereit, auf die künftige Anreicherung von Uran zu verzichten. Der Iran hat die Bemühungen um die Anreicherung von Uran für die Dauer der Verhandlungen mit Deutschland, Frankreich und Großbritannien gestoppt. Angereichertes Uran kann sowohl zur Energiegewinnung als auch zum Bau von Atomwaffen verwendet werden.

Teheran unterzeichnete am Sonntag in der Hafenstadt Bushehr ein Atomabkommen mit Russland, das die Lieferung von Brennstäben für das dortige Atomkraftwerk, ihre Rücknahme und Endlagerung sowie den Zeitplan der Lieferung regelt. Der erste 1.000-Megawatt-Block in Bushehr hätte schon 1999 vollendet sein sollen. Die USA versuchen seit langem vergeblich, Moskau zur Beendigung seiner nuklearen Zusammenarbeit mit dem Iran zu bewegen. Washington wirft Teheran vor, heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten.

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