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Häuslbauer getäuscht, Luxusleben finanziert

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Eigentlich ist er ein einfacher Installateur, doch soll sich ein 37-jähriger Wiener als Leiter einer Baufirma ausgegeben haben, um lukrative Bauaufträge einzuheimsen.

Diese Aufträge erfüllte er zwar zum Teil, er soll aber wesentlich erhöhte Summen dafür kassiert haben, um sein luxuriöses Leben zu finanzieren. Am Mittwoch musste sich der 37-Jährige wegen gewerbsmäßigen schweren Betruges vor einem Schöffengericht (Vorsitz: Claudia Bandion-Ortner) verantworten.

In der Baufirma war der völlig verschuldete 37-Jährige zwar bekannt, er war aber nie in dem Unternehmen beschäftigt. Neben den diversen Aufträgen von Häuslbauern hat er laut Anklage als „Leiter“ der Firma einem Mann vorgetäuscht, ihm Arbeit in „seinem“ Unternehmen zu verschaffen. Zudem hat er einem großen Baustofflieferanten weisgemacht, dass er ein zahlungskräftiger Kunde sei und soll in der Folge – ohne zu bezahlen – Waren übernommen haben. Insgesamt entstand ein Sachschaden von über 90.000 Euro, allein bei dem Lieferanten hinterließ er unbezahlte Rechnungen in der Höhe von 70.000 Euro. Der Angeklagte bekannte sich teilweise schuldig.

Um seinen angeblichen Einfluss als Bauleiter zu untermauern, ließ er sogar Visitenkarten drucken, die nun dem Gericht hundertfach vorlagen. Anstatt seine Schulden zu bezahlen, finanzierte er mit den mutmaßlichen Betrügereien sein luxuriöses Leben: Er kaufte ein neues Auto, lebte in einer riesigen Wohnung, die monatlich 900 Euro kostete und fuhr mit einem Freund auf Urlaub in die Karibik. Die Reise kostete an die 5.000 Euro. „Wie konnten sie sich als hochverschuldeter Notstandshilfeempfänger das alles leisten? Also ich kann mir eine Karibikreise nicht leisten“, meinte Richterin Bandion-Ortner.

Aufgeflogen war die Sache, als einer Häuslbauerin die Versprechen des 37-Jährigen seltsam vorkamen. Sie ließ den Bau stoppen und ein Schätzgutachten über den bisherigen Fortschritt machen. Dieser stimmte nicht mit den bisher geleisteten Zahlungen überein.

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