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Hundekotkampagne: Stadt Wien zufrieden

Bild: Pressefoto Votava
Bild: Pressefoto Votava
Seit einem knappen Vierteljahr läuft Wiens große Anti-Hundkotkampagne, auch wenn die Plakate mittlerweile in die Winterpause gegangen sind.

Im Büro von Umweltstadträtin Ulli Sima (S) zeigt man sich bisher durchaus zufrieden. Skeptischer ist dagegen die Sprecherin der Bürgerinitiative gegen den Kot, deren Petition den Werbefeldzug ins Rollen gebracht hatte. Die Kampagne soll jedenfalls über 2007 hinaus weiterlaufen.

Man könne das Leben und Verhalten der Menschheit natürlich nicht von „jetzt auf gleich“ ändern, unterstrich ein Sima-Sprecher im APA-Gespräch. Mit dem Werbemotto „Nimm ein Sackerl für mein Gackerl“, der Mitte Dezember zum „Spruch des Jahres“ gekürt wurde, habe man aber eine gute Basis dafür geschaffen.

Insgesamt hat die Stadt bisher eine halbe Mio. Euro in den medialen Kampf gegen den Hundekot investiert. Damit habe man einen äußerst hohen Bekanntheitsgrad erreicht, freute sich der Sima-Sprecher. Überrascht worden sei man etwa von der Beliebtheit des Werbemittels Wiesenstecker. Ein erklecklicher Teil der 1.500 abwaschbaren und mit UV-Schutz versehenen Plastiktaferl sei von Privatleuten aus den Wiener Parks mitgenommen worden. Nun werde man das Motiv des Jack-Russel-Terriers mit Warnschild im Maul nachproduzieren, bis dieser „Markt“ irgendwann gedeckt sei.

Die nächste Plakatwelle werde im Frühjahr starten, wenn der Winter weiche. Die 19.000 Aufkleber auf den Mülleimern würden beständig erneuert. Die Kampagne werde über 2007 hinaus laufen, versicherte man im Sima-Büro. Es dauere eben, bis die soziale Ächtung der Hundekot-Sünder internalisiert sei.

Petra Jens, Sprecherin der Anti-Kot-Initiative, die im Sommer eine Petition mit 157.631 Unterschriften an Sima übergeben hatte, forderte weiterhin eine „nachhaltige Lösung“. Dazu gehöre zentral die Exekutierung der Strafen für das Hinterlassen der Trümmerl auf den Gehsteigen. Plakatkampagnen habe es schon öfters gegeben: „Wenn wir den Eindruck haben, dass die Aktionen des Rathauses nicht zielführend sind, werden wir wieder aktiv werden.“

Ein Hilfsinstrument für „Kotsünder“ ist unterdessen weiter ausgeweitet worden: Die Zahl der kostenlosen Hundesackerlautomaten, die Anfang 2006 noch 300 betrug, ist bis Jahresende auf 535 gestiegen.

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