Hugo Boss will Krisengewinner werden

Hugo Boss-Chef Claus-Dietrich Lahrs glaubt, dass der Modekonzern als einer der Gewinner aus der Wirtschaftskrise hervorgehen wird.

HUGO BOSS habe eine sehr gute Marktposition und sei den Konkurrenten derzeit überlegen, sagte Lahrs am Donnerstag bei der Hauptversammlung in Stuttgart. Trotzdem seien die Wachstumsaussichten deutlich eingetrübt. “Bei unseren Handelspartnern spüren wir eine große Verunsicherung was die Zukunft betrifft und das Verhalten unserer Endkunden ist so unberechenbar wie selten zuvor”, sagte Lahrs. Dem will das Metzinger Unternehmen mit einer Kostenreduzierung und einer klareren Positionierungen seiner Marken begegnen.

Aktionärsvertreter lobten zwar die vergleichsweise gute operativen Ergebnisse bei HUGO BOSS, äußerten aber heftige Kritik am Umgang mit Kleinaktionären. Seit der Finanzinvestor Permira die Kontrolle bei dem Metzinger Modekonzern übernommen habe, würden ausschließlich dessen Interessen bedient.

Peter Maser von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz kritisierte vor allem das kostspielige Stühlerücken im Vorstand. Nach dem Einstieg des Finanzinvestors bei dem Modekonzern war der gesamte Vorstand ausgetauscht worden. Für Abfindungen und Pensionsrückstellungen habe HUGO BOSS rund 20 Millionen Euro zahlen müssen, rechnete Maser vor. “Das kostet richtig Geld, nur weil Sie im Vorstand ein bisschen Rochade spielen”, sagte er.

HUGO BOSS hatte zuletzt mit seiner Premium- und Luxusmode die Finanzkrise immer stärker zu spüren bekommen und im Geschäftsjahr 2008 einen Gewinneinbruch um 27 Prozent auf 112 Millionen Euro verzeichnet. Der Umsatz stieg 2008 hingegen um drei Prozent auf 1,69 Milliarden Euro.

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