HSV stürzt noch tiefer in die Krise

Schwere Stunden für HSV-Trainer Bert van Marwijk
Schwere Stunden für HSV-Trainer Bert van Marwijk
Der Hamburger SV taumelt in der deutschen Fußball-Bundesliga immer tiefer in die Krise. Die Norddeutschen kassierten am Samstag gegen den Tabellenletzten Eintracht Braunschweig eine 2:4-Niederlage und bleiben nach ihrer achten Pflichtspiel-Niederlage in Folge Vorletzter. Auch der VfB Stuttgart befindet sich im Tief - das 1:4 bei Hoffenheim war die sechste Schlappe en suite.


Damit beträgt der Vorsprung der Schwaben auf den Relegationsplatz weiterhin nur zwei Punkte. Zwei Zähler vor Stuttgart liegt Bremen nach einem Heim-1:1 gegen Borussia Mönchengladbach.

HSV-Sportvorstand Oliver Kreuzer hat nach der 2:4-Blamage in Braunschweig kein Bekenntnis mehr zu Trainer Bert van Marwijk abgegeben und eine weitere Krisensitzung am Samstagabend angekündigt. “Wir werden die ganze Situation analysieren. Es sind wieder unglaubliche Fehler, die passiert sind, von verschiedenen Spielern”, sagte Kreuzer.

HSV-Vorstandschef Carl Jarchow wollte unmittelbar nach der Partie keinen Kommentar abgeben. Van Marwijk selbst will keine Konsequenzen ziehen. “Da denke ich gar nicht dran”, sagte der HSV-Trainer. Als beste Medizin würden “ein, zwei Siege” helfen. Er hat das Amt am 25. September als Nachfolger von Thorsten Fink übernommen.

Am anderen Ende der Tabelle zieht der FC Bayern einsam seine Kreise – durch den 4:0-Heimerfolg über Freiburg wuchs der Vorsprung des Titelverteidigers auf Bayer Leverkusen vorerst auf 16 Punkte an. Der Rückstand des Dritten Borussia Dortmund auf die Bayern beträgt nach dem 4:0 vor eigenem Publikum gegen Eintracht Frankfurt nach wie vor 17 Zähler.

Während das Titelrennen schon jetzt praktisch entschieden ist, spitzt sich der Kampf um den Klassenerhalt zu. Für den HSV wird die Lage nach dem 2:4 in Braunschweig immer kritischer. “Matchwinner” für die Gastgeber war HSV-Goalie Rene Adler, der sich bei zwei Treffern von Dominik Kumbela schwere Aussetzer leistete.

Auch die Stuttgarter kommen nicht auf Touren – gegen Hoffenheim setzte es mit Martin Harnik, der in der 58. Minute ausgetauscht wurde, ein 1:4. Einen wichtigen Punkt gab es hingegen für Werder Bremen: Zwar ging Gladbach nach einem schweren Fehler von Assani Lukimya durch Raffael (6.) in Führung, Neuzugang Ludovic Obraniak gelang jedoch in der 88. Minute mit einem sehenswerten Freistoß noch der Ausgleich. Kapitän Sebastian Prödl und Zlatko Junuzovic, der in der 49. Minute die Latte traf, spielten bei Werder ebenso durch wie Kapitän Martin Stranzl bei den Gästen.

Im Gegensatz dazu wurde David Alaba bei den Bayern im Hinblick auf das Champions-League-Duell mit Arsenal geschont. Die Treffer für die Münchner gegen harmlose Freiburger, bei denen Philipp Zulechner nicht im Kader stand, erzielten Dante (19.), Xherdan Shaqiri (34., 42.) und Claudio Pizarro (88.). Für Dortmund waren gegen Frankfurt Pierre-Emerick Aubameyang (10., 20.), Robert Lewandowski (47./Elfmeter) und Milos Jojic (68.) erfolgreich.

Schalke 04 festigte mit einem Sieg im Verfolgerduell der deutschen Fußball-Bundesliga gegen Bayer 04 Leverkusen den vierten Tabellenplatz. Die Gelsenkirchener, bei denen Christian Fuchs in der 79. Minute eingewechselt wurde, setzten sich am Samstag mit 2:1 bei der Werkself durch.

Leon Goretzka (28.) und Klaas-Jan Huntelaar (74.) erzielten die Schalker Tore. Ein Eigentor von Felipe Santana (66.) hatte zwischenzeitlich für den Ausgleich der Leverkusener gesorgt. Nach dem vierten Sieg im vierten Rückrundenspiel hat der Tabellenvierte Schalke nur noch drei Punkte weniger als der Tabellenzweite aus Leverkusen.

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