Hört Hickersberger nach der EM auf?

Der österreichische Fußball-Teamchef Josef Hickersberger hat die Frage nach seiner Zukunft stets offen gelassen, einen vorzeitigen Abschied im Sommer aber als wahrscheinlich bezeichnet.

Sein Vertrag läuft bis Jahresende 2008, die Qualifikation für die WM 2010 beginnt aber schon im September. Ohne Hickersberger, erklärte der 59-Jährige nun in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt (Montagausgabe).

Auf die Frage, “Sie hören auf jeden Fall nach der EM auf?”, sagte Hickersberger laut Abendblatt: “Ja. Mein Vertrag läuft zwar erst Ende des Jahres aus, aber ich möchte nach der EM nicht mehr weitermachen.” Er wolle danach aber weiter als Trainer bei einem Verein arbeiten, Angebote gäbe es immer wieder. Ob er böse wäre, würde er nach der EM in die Wüste geschickt? “Ich gehe freiwillig. Das ist der Unterschied”, zitierte das Abendblatt Hickersberger, der viel Trainer-Erfahrung im Nahen Osten hat, weiter.

Gegenüber der APA – Austria Presse Agentur relativierte Hickersberger am Montagnachmittag via Pressesprecher Peter Klingelmüller. Es sei wohl ein Missverständnis gewesen. Die Situation sei unverändert, der vorzeitige Abschied nicht definitiv. “Wenn die EM nicht nach Wunsch verläuft, wird mir die Entscheidung ohnehin abgenommen. Wenn es gut läuft, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ich nicht mehr weiter mache und die Qualifikation mit einem neuen Teamchef startet”, so Hickersberger.

Ähnlich hatte sich Hickersberger schon in einem APA-Interview vor Weihnachten geäußert. “Sowohl dem ÖFB als auch mir ist klar, dass es keinen Sinn macht, dass ein Teamchef eine WM-Qualifikation beginnt und mittendrin ohne triftigen Grund aufhört oder abgelöst wird. Entweder man geht mit einem neuen Teamchef in die WM-Quali oder der Teamchef Hickersberger macht auch die WM-Quali. Die zweite Möglichkeit ist denkbar, aber von meiner Seite aus nicht unbedingt ein Weihnachtswunsch”, sagte der Niederösterreicher damals.

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