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Host City Wien erwartet 30.000 polnische Fans

Die Organisatoren gingen davon aus, dass 30.000 Fans aus Polen zu dem Spiel Österreich gegen Polen am Donnerstag in Wien anreisen werden.

In Klagenfurt werden am selben Tag 15.000 deutsche und 8.000 bis 10.000 kroatische Anhänger erwartet. Hinweise auf geplante Auseinandersetzungen hat die Polizei bisher nicht.

Die Wiener Polizei rechnete damit, dass die Fans aus Polen bereits im Laufe des Mittwochs am Austragungsort anreisen, vornehmlich mit Bussen und Pkw. Vorbereitet hat sich die Exekutive wie bei den bereits abgehaltenen Spielen mit einem intensiven Daten- und Informationsaustausch. In Österreich leben rund 60.000 Menschen polnischer Abstammung.

In Wien werden am Donnerstag rund 1.800 Polizisten im Einsatz sein, unterstützt werden sie von elf uniformierten Beamten aus Polen. 40 österreichische Fanbetreuer kümmern sich darum, dass eventuelle Problemfans möglichst rasch identifiziert werden, Kollegen aus Polen sind ihnen dabei behilflich.

Für das Spiel in Wien erwartete der ARBÖ starkes Verkehrsaufkommen. Als potenzielle Staustrecken gelten die Südosttangente (A23) im Bereich zwischen der Stadtgrenze und der Ausfahrt Handelskai bzw. zwischen Knoten Kaisermühlen und Ausfahrt Gürtel und die ehemalige Zweier-Linie, die Umleitungsstrecke zur gesperrten Ringstraße. Die Veranstalter weisen darauf hin, das Auto stehen zu lassen und öffentlich anzureisen.

Gereizt ist die Stimmung weiterhin in der Wiener Fanzone: Nach dem verhaltenen Start der Verkaufszahlen haben die Wirte nun eine Unterschriftenaktion gestartet, in der die Reduktion der Standmieten um 50 Prozent gefordert wird, auch bei den Verkaufspreisen soll es einen Nachlass um einen Euro geben. Bei der Gastronomieleitung der Partymeile wusste man davon vorerst nichts: “Diese Forderung betrifft nur einzelne Stände”, so der zuständige Generalgastronom Christian Chytil. “Wir lassen uns nicht erpressen.” In Kärnten ist die Situation nicht viel besser: In Klagenfurt würde die Fanmeile von der Bevölkerung nach negativen Medienberichten im Vorfeld bisher kaum besucht werden, beklagte Heinz Palme, EM-Chefkoordinator der Bundesregierung.

In Klagenfurt liefen die Vorbereitungen auf das zweite Spiel, Deutschland vs. Kroatien am Donnerstag, indes auf Hochtouren. “Heute sind bereits mehr als 50 Flugzeuge auf dem Klagenfurter Flughafen angemeldet”, sagte Landeshauptmann Jörg Haider (B). Außerdem werden fünf Sonderzüge sowie 50 kroatische und 65 deutsche Autobusse erwartet. Am Donnerstagnachmittag wird die deutsche Rockband “Sportfreunde Stiller” die Fans am Messegelände auf das Match einstimmen.

Nach den aktuellen Analysen der Fanströme durch das PICC (Police Information and Coordination Center) in Wien sei insgesamt mit 15.000 deutschen und 8.000 bis 10.000 kroatischen Fans zu rechnen, sagte Landespolizeikommandant Wolfgang Rauchegger. Das dürfte aber noch nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Es wird mit vielen Reisenden im Individualverkehr gerechnet, die sich wohl erst am Spieltag selbst auf den Weg machen und im Laufe der Nacht auch wieder abreisen werden.

Zufrieden gezeigt mit dem bisherigen Ablauf der Europameisterschaft haben sich Innenminister Günther Platter (V) und Justizministerin Maria Berger (S). Platter betonte am Mittwoch nach dem Ministerrat die zahlreiche Unterstützung aus dem Ausland, alleine aus Deutschland seien 850 Polizisten bei uns im Einsatz. Es habe zwar bereits einige Festnahmen gegeben, aber dies “liege in der Natur der Sache”. Berger meinte, dass es seit Beginn der Euro es 14 Einlieferungen gegeben hat, davon hatte aber kein einziger Fall etwas mit dem Fußballturnier zu tun.

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