Home Invasions in NÖ: Großer Teil des erbeuteten Schmuck gefunden

Ein großer Teil des Schmucks wurde sichergestellt.
Ein großer Teil des Schmucks wurde sichergestellt. ©LPD N
Eine 64-jährige Frau wurde gleich zweimal von Räubern heimgesucht. Nun konnte ein großer Teil des gestohlenen Schmucks gefunden werden, drei Verdächtige flogen auf.
Bilder des Schmucks

Nach zwei Home Invasions mit demselben nunmehr 64 Jahre alten Opfer in Gänserndorf ist der Verbleib eines großen Teils des erbeuteten Schmucks geklärt. Zwei Frauen und ein Mann im Alter von 23 bis 27 Jahren sollen zahlreiche der Wertgegenstände ergattert und verkauft haben. Das Trio wurde ausgeforscht, alle drei Beschuldigten waren nach Polizeiangaben vom Donnerstag geständig. Im Rahmen der Ermittlungen wurde Geschmeide mit einem Wert in Millionenhöhe sichergestellt.

Betagte Frau wurde zweimal von Räubern heimgesucht

Die betagte Frau war am 23. September 2018 und am 18. Juli 2019 von je einem Räuber heimgesucht worden. Beide Täter - ein 52-Jähriger und ein 34-Jähriger - wurden mittlerweile rechtskräftig verurteilt. Sie fassten vom Landesgericht Korneuburg Freiheitsstrafen von elf bzw. neuneinhalb Jahren aus.

Lange Zeit unbekannt war, wo sich der erbeutete Schmuck befindet. Im Juni des Vorjahres zeigte die 64-Jährige dann an, dass diverse aus ihrem Wohnhaus geraubte Wertgegenstände im Internet verkauft werden.

Schmuck sollte im Internet verkauft werden

Diese Meldung brachte die Ermittlungen ins Rollen. Zunächst wurde am 27. Juli 2020 ein 27-jähriger Wiener festgenommen. Der Mann soll unmittelbar vor einem Schmuckverkauf gestanden sein. Als Komplizin diente ihm seine 23-jährige Freundin, eine polnische Staatsbürgerin. Bei einer Hausdurchsuchung wurden zahlreiche von den beiden Home Invasions stammende Schmuckgegenstände sichergestellt.

Das Duo gab bei der Befragung an, das Geschmeide von einer 26-Jährigen erhalten zu haben - mit dem Auftrag, es zu verkaufen. Den Erlös sollten die beiden plangemäß der Frau aushändigen. Die Wienerin wurde ebenfalls noch am 27. Juli 2020 festgenommen und erwies sich in der Folge als klassisches Bindeglied in dem Fall. Sie stand zu beiden rechtskräftig verurteilten Räubern in einem Bekanntschaftsverhältnis und hatte den ergatterten Schmuck zur Aufbewahrung bzw. Veräußerung erhalten.

Verdacht der Hehlerei

Die Wienerin und der 27-Jährige wurden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert. Im Raum steht der Verdacht der Hehlerei. Die 23 Jahre alte Polin wurde angezeigt. Hinsichtlich des Werts der sichergestellten Schmuckgegenstände sprach die Landespolizeidirektion Niederösterreich von einem niedrigen siebenstelligen Eurobetrag.

Ein weiteres Detail wurde im Rahmen der Ermittlungen auch zu den Home Invasions bekannt. Der 34-Jährige, der den zweiten Raub durchgeführt hatte, gab zu, unter detaillierter Anleitung jenes 52 Jahre alten Mannes gehandelt zu haben, der den ersten Überfall begangen hatte.

(APA/Red)

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