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Home Invasion in NÖ endete in Haftstrafen

Zwei der drei Angeklagten wurden verurteilt.
Zwei der drei Angeklagten wurden verurteilt. ©pixabay.com
Ein Prozess um eine Home Invasion mit drei Schwerverletzten im Bezirk Wiener Neustadt-Land endete am Mittwoch mit Haftstrafen für zwei Angeklagte.

Die beiden Ungarn wurden in Wiener Neustadt – nicht rechtskräftig – zu Freiheitsstrafen in Höhe von zehn und 13 Jahren verurteilt. Die Verhandlung gegen drei Landsmänner wurde vertagt.

Drei Männer im Alter von 37, 43 und 44 Jahren sollen laut Anklage am 20. August 2017 in den frühen Morgenstunden maskiert in ein Wohnhaus eingedrungen sein und die im Bett liegenden Bewohner massiv geschlagen und getreten haben. Die drei Opfer – ein 58-jähriger Mann, dessen um drei Jahre jüngere Ehefrau und seine 80-jährige Mutter – wurden an Händen und Beinen mit Kabelbindern und Klebebändern gefesselt, der Mund wurde ihnen zugeklebt.

130.000 Euro Bargeld erbeutet

Die Männer sollen einen Tresor mit einer Trennscheibe aufgeschnitten haben. Nachdem sie rund 130.000 Euro Bargeld sowie Silbermünzen erbeutet hatten, überschütteten sie die Bewohner mit Kfz-Frostschutz und Öl, um Spuren zu verwischen. Die Opfer befürchteten, angezündet zu werden. Der Mann und die beiden Frauen wurden gefesselt und geknebelt zurückgelassen.

Die Kriminellen sollen mit dem Auto des 58-Jährigen geflüchtet sein. Der Wagen wurde später in Ungarn entdeckt, er war auf einem Feld angezündet worden und brannte aus. Die Bewohner erlitten bei der Home Invasion Prellungen sowie Hämatome und leiden an psychischen Folgen.

Männer EU-weit gesucht

Vor der Tat soll die Gruppierung das Haus mehrmals in unterschiedlicher Zusammensetzung ausgekundschaftet haben. Dem 33-Jährigen wurde angelastet, als Chauffeur fungiert zu haben. Der 46-Jährige, der jahrelang im Kfz-Betrieb des Ehepaars gearbeitet hatte, soll den anderen laut Anklage sein Wissen über die örtlichen Gegebenheiten zur Verfügung gestellt haben.

Drei Männer im Alter von 37 bis 44 Jahren wurden im Jänner 2018 aufgrund einer Einbruchserie in Ungarn in Untersuchungshaft genommen. Sie nannten zwei Landsmänner als Komplizen. Die beiden wurden mittels EU-Haftbefehlen gesucht und im Frühjahr in ihrer Heimat festgenommen.

Angeklagte einschlägig vorbestraft

Die teilweise einschlägig vorbestraften Angeklagten im Alter von 33 bis 46 Jahren standen am Mittwoch u.a. wegen schweren Raubes vor Gericht. Einer der fünf Beschuldigten aus Ungarn fehlte laut einem Bericht des ORF NÖ, weil er nicht rechtzeitig nach Österreich überstellt wurde. Der 46-jährige Erstangeklagte bekannte sich laut seinem Verteidiger Roland Friis in der Schöffenverhandlung am Mittwoch nicht schuldig. Sein Mandant habe sich ahnungslos aushorchen lassen, sagte der Rechtsanwalt. Um weitere Beweise einzuholen, wurde das Verfahren gegen den 46-Jährigen vertagt – ebenso wie jenes gegen den 33- und 43-Jährigen.

Gegen zwei Beschuldigte wurde am Abend ein Urteil gesprochen: Der 44-Jährige fasste zehn Jahre aus, der 37-Jährige 13 Jahre. Beide Urteile sind nicht rechtskräftig.

(APA/red)

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