Hoher Wasserpegel des Po erschwert Kampf gegen Öl

Die Sorgen um den nach einem Sabotageakt in einer Raffinerie entstandenen riesigen Ölteppich auf dem Po wachsen. Wegen der starken Regenfälle der vergangenen Tage führt der norditalienische Fluss mehr Wasser als normalerweise in dieser Jahreszeit, was die Arbeit der Feuerwehrmannschaften im Kampf gegen die klebrige Ölmasse erschwert.

Die Durchflussgeschwindigkeit 3.000 Kubikmeter pro Sekunde. Das erschwert unsere Bemühungen, die Ölmassen zu stoppen”, erklärte ein Experte. Die Behörden haben mittlerweile die Umleitung verseuchter Wassermassen auf das Vorland erwogen, um den Ölteppich entfernen und das saubere Wasser in Richtung Adria weiterfließen lassen zu können. Die Fischer bangen indes um das florierende Geschäft mit den Muscheln, die aus der Adria unweit von der Gegend um die Mündung des Po geholt werden.

Von offizieller Seite wurde versichert, dass keine Gefahr für das Trinkwasser in den Gemeinden entlang des Flusses bestehe. Fischen und das Befahren mit Motorbooten ist jedoch verboten. Zivilschutzchef Guido Bertolaso erklärte, dass die errichteten schwimmenden Barrieren, die die Ölmasse stoppen sollen, gut funktionieren. “Den Barrieren entgehen maximal zehn Prozent des Öls, das durchfließt”, so Bertolaso am Freitag.

600.000 Liter Diesel- und Heizöl waren am Dienstag aus drei Raffinerie-Tanks nahe der lombardischen Stadt Monza in den Lambro, einen Nebenfluss des Po, gelangt. Die Schäden dürften sich auf mehrere Millionen Euro belaufen. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen eingeleitet. Angenommen wird unter anderem, dass die Täter auf diese Weise ein Projekt verhindern wollten, das eine Grünzone in der dicht bebauten Region nahe der Stadt Monza vorsieht.

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