Hohe Nachfrage nach Wiener Büros

Der Büromarkt in Wien bleibt stabil - und das auf hohem Niveau: Laut dem Maklerunternehmen CB Richard Ellis (CBRE) wurde im Vorjahr bei den Vermietungen der Spitzenwert von 2005 wiederholt.

Rund 390.000 Quadratmeter Bürofläche wurden angemietet. 2007 soll die Nachfrage weiter groß bleiben, wobei die Spitzenmieten leicht ansteigen. Auch Immobilieninvestments bleiben interessant.

„Weil die Nachfrage kontinuierlich stark ist, wird die Spitzenwert-Miete um rund einen Euro ansteigen“, so Andreas Ridder, Geschäftsführer von CB Richard Ellis, am Freitag in einer Pressekonferenz. Das bedeutet etwa für die Innenstadt eine Obergrenze von 21 Euro pro Quadratmeter und Monat. Bisher lagen die Spitzenmieten dort stabil bei rund 20 Euro.

Im Vorjahr fanden die meisten Neuabschlüsse wieder in den inneren Bezirken statt, nämlich rund 46 Prozent. Mehr als verdoppelt haben sich auch die Vermietungen in der Donau City bzw. der Lassallestraße. An neuen – also generalsanierten oder neu gebauten – Flächen standen insgesamt rund 200.000 Quadratmeter zur Verfügung. 2007 sollen rund 230.000 Quadratmeter fertig gestellt werden.

Die Leerstandsrate betrug zuletzt 6 Prozent. Sie wird laut CB Richard Ellis in den kommenden Monaten auf rund 6,6 Prozent ansteigen, soll Ende 2007 aber wieder rund 6 Prozent betragen.

Nicht nur in Wien, sondern in ganz Österreich sind Immobilien-Investments gefragt. Der Anstieg bei den Investitionen betrug demnach im Vorjahr landesweit 26 Prozent im Vergleich zu 2005. Dies bedeutet eine Steigerung auf 2,4 Mrd. Euro. Rund 44 Prozent des Gesamtvolumens betrafen Portfolio-Verkäufe. An der Spitze stand dabei die Veräußerung des Allianz-Portfolios mit 230.000 Quadratmetern Nutzfläche an Conwert&Eco.

Der größte Einzeldeal des vergangenen Jahres war der Kauf des IZD-Towers durch den britischen Investor Matrix. Das 38 Stockwerke umfassende Gebäude – mit rund 63.000 Quadratmeter Bürofläche – wechselte um rund 247 Mio. Euro den Eigentümer.

Laut CBRE-Geschäftsführer Ridder ist das Interesse ausländischer Investoren hoch. Ein neuer Trend zeige sich dabei: Zwar bleibe die Anteil der nicht-österreichischen Firmen in etwa gleich (46 Prozent im Jahr 2006, Anm.). Bisher waren es aber zu einem hohen Prozentsatz Investoren aus Deutschland, die in Wien und Österreich aktiv geworden sind. Nun treten laut CBRE verstärkt auch britische und amerikanische Unternehmen in den Markt ein.

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