Hoffer schießt Rapid zu 4:0-Auswärtssieg

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Der entthronte österreichische Fußball-Meister SK Rapid hat die Bundesliga-Saison am Sonntag mit einem 4:0-(1:0)-Auswärtssieg gegen den Kapfenberger SV abgeschlossen.

Matchwinner für die Grün-Weißen war Hoffer mit einem Triple-Pack (2., 55., 64.), den weiteren Treffer steuerte Pehlivan (67.) bei. Aufgrund der peinlichen 1:4-Heimniederlage von Salzburg gegen Absteiger Altach beendete Rapid das Spieljahr vier Punkte hinter dem neuen Champion, ist beste Auswärtsmannschaft und fuhr außerdem einen Zähler mehr als im Meisterjahr ein.

Hoffer stellte bereits in der 2. Minute die Weichen auf Sieg, als er Goalie Susko nach Pass von Maierhofer bezwang, es war dies der schnellste Rapid-Treffer im gesamten Saisonverlauf. Danach entwickelte sich vor 7.300 Zuschauern – darunter rund 2.000 Rapid-Fans – eine relativ ereignislose Partie, die erst wieder in der zweiten Hälfte Fahrt aufnahm.

Neun Minuten nach Wiederanpfiff erhöhte Hoffer nach Pass von Eder mit einem trockenen Schuss unter die Latte auf 2:0 – zu diesem Zeitpunkt stand bereits der für den angeschlagenen Susko eingewechselte Eisl im Kapfenberger Tor. In der 60. Minute durfte sich der eingetauschte Goalie als Elfer-Killer feiern lassen, auch weil Maierhofer den Strafstoß viel zu lässig ausgeführt hatte. Für das vorangegangene Elferfoul wurde Milosevic mit Gelb-Rot vom Platz gestellt.

Rapid ließ sich davon aber nicht beirren und sorgte wieder durch Hoffer für die endgültige Entscheidung. Der Teamstürmer startete in der 64. Minute von der Mittellinie, umkurvte Goalie Eisl und schob den Ball zu seinem 27. Saisontor in die Maschen. Drei Minuten später traf Pehlivan gegen die chancenlosen Hausherren mit einem haltbaren Aufsitzer zum Endstand.

Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): “Bei uns haben wichtige Führungsspieler gefehlt. Wenn Druck und Herz fehlen, sind wir zu schwach. Ohne Motivation kann man kein Spiel gewinnen. Meine Saisonbilanz ist aber sehr positiv, wir wurden als Fixabsteiger gehandelt und haben den achten Platz erreicht.”

Peter Pacult (Rapid-Trainer): “Das schnelle Tor zum 1:0 hat uns einen Vorteil gebracht. Ich habe von meiner Mannschaft trotz der schwierigen Personalsituation einen Sieg gefordert. Mit diesem 4:0 haben wir uns mit einer guten Leistung aus der Saison verabschiedet. Hoffer hat große individuelle Qualität, er wurde aber auch von seinen Mitspielern bestens unterstützt. Wir haben bewiesen, dass der Meistertitel vom Vorjahr kein Zufall war, einen Punkt mehr als im Vorjahr und ein sensationelles Torverhältnis (Anm.: plus 46) geschafft.”

Erwin Hoffer (dreifacher Torschütze): “Wir haben unsere Chancen sehr gut genützt. Für mich ist es super, dass ich 27 Saisontore erzielen konnte.”

Stefan Maierhofer (Rapid-Stürmer/vergab Elfer): “Den Elfer habe ich zu schwach geschossen, aber ich konnte zwei Assists geben. Rapid ist eine Mannschaft, die noch sehr viel erreichen kann. Der Sieg in dieser Höhe war verdient.”

Kapfenberger SV – SK Rapid Wien 0:4 (0:1)
Franz-Fekete-Stadion Kapfenberg, 7.300, Gangl

Torfolge: 0:1 ( 2.) Hoffer, 0:2 (55.) Hoffer, 0:3 (64.) Hoffer, 0:4 (67.) Pehlivan
Anmerkung: Maierhofer vergab in der 61. Minute einen Elfmeter.

Kapfenberg: Susko (46. Eisl) – Osoinik (64. Akoto), Taboga, Milosevic, Schellander – Kozelsky, Liendl, Siegl, Felfernig – Sencar (46. Lienhart), Pavlov
Rapid: Payer – Thonhofer, Eder, Patocka, Kulovits – Trimmel (78. Harding), Heikkinen, Pehlivan (78. Prokopic), Ketelaer (54. Jelavic) – Maierhofer, Hoffer

Gelb-Rot: Milosevic (60.)
Gelbe Karten: Siegl bzw. keine
Beste Spieler: Liendl, bzw. Hoffer, Patocka, Ketelaer

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