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Höhepunkt der Corona-Epidemie steht Europa wohl erst bevor

In Europa gab es einen starken Anstieg bei Infektionen und Todesfällen.
In Europa gab es einen starken Anstieg bei Infektionen und Todesfällen. ©APA/AFP/ANDREAS SOLARO
Derzeit gehen Experten von einer kontinuierlichen Weiterverbreitung des Coronavirus in Europa aus. Von rückläufigen Infektionszahlen solle man sich nicht täuschen lassen, denn der Höhepunkt stehe erst bevor.

In Europa gibt es derzeit keine Anzeichen dafür, dass der Höhepunkt der Coronavirus-Pandemie bereits erreicht sein könnte. Das betonte das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC), "obwohl es aus Italien und Österreich frühe Hinweise darauf gibt, dass die Zahl der Infektionen und Todesfälle rückläufig ist", wie es am Mittwochabend in einer Aussendung hieß.

Kein Anzeichen für Erreichen des Corona-Höhepunkts in Europa

In einigen Ländern der EU und des Europäischen Wirtschaftsraumes hätten sich die Neuinfektionen und neu hinzugekommenen Todesfälle zuletzt leicht verringert. Zahlreiche Staaten würden jedoch derzeit nur schwere oder hospitalisierte Fälle testen.

Insgesamt gab es in Europa "starke Anstiege" an Covid-19-Fällen und Todesopfern durch das Virus, betonte das ECDC. Das europäische Monitoringsystem zur Erfassung von Todesfällen verschiedenster Ursachen zeige in den vergangenen Wochen in Belgien, Frankreich, Italien, Malta, Spanien, der Schweiz und in Großbritannien eine Sterblichkeit über der zu erwartenden Rate - hauptsächlich in der Altersgruppe ab 65 Jahren.

Abrupte Aufhebung der Corona-Maßnahmen noch zu früh

"In der jetzigen Situation ist von einer kontinuierlichen Weiterverbreitung des Virus auszugehen", betonte ECDC-Direktor Andrea Ammon. Es sei noch zu früh, um abrupt alle Beschränkungen in Europa aufzuheben, auch wenn diese unangenehm für Gesellschaft und Wirtschaft seien. "Solidarität und Koordination zwischen den Mitgliedsstaaten bleibt essenziell, wenn über die Aufhebung von Maßnahmen nachgedacht wird. Das Risiko der Infektionsverbreitung von Land zu Land muss minimiert werden", sagte Ammon.

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(APA/Red)

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