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Hochwasserschutz am Rhein - jede Maßnahme zählt

Derzeit werden vom Mitteldamm des Rheins rund 100.000 Kubikmeter Materialanlandungen entfernt und der Bewuchs wird gründlich durchforstet. "Im Laufe der Jahre ist die Dammbreite durch Ablagerungen stellenweise auf bis zu fünfzehn Meter angewachsen. Durch den Abtrag rechnen wir im Hochwasserfall mit einer merklichen Reduktion des Wasserspiegels", so Wasserlandesrat Dieter Egger, der sich heute, Freitag, gemeinsam mit dem Rheinbauleiter und den Bürgermeistern der Anrainergemeinden ein Bild vom Ergebnis der Arbeiten machte.

“Bei jedem Hochwasser lagert der Rhein Material in seinen Vorländern und am Damm ab, wodurch sich im Laufe der Jahre der Abflussquerschnitt reduziert”, erklärt Egger. Heute beträgt die Breite der Dammkrone stellenweise das Dreifache der ursprünglichen Breite von fünf Metern. Deshalb wurde mit der Rheinbauleitung vereinbart, die Vorländer rechtzeitig vor der Schneeschmelze zu räumen. Auch der starke Bewuchs des Mitteldammes ist bei Hochwasser nicht unkritisch. Ab einer gewissen Stärke wirkt er nämlich abflusshemmend und erhöht die Verklausungsgefahr. “Deshalb wird künftig besonderer Wert auf eine regelmäßige und konsequente Gehölzpflege gelegt”, betont Egger.

Geräumt wird der Mitteldamm in den Abschnitten von der Fußacher Brücke flussabwärts, von der Staatsgrenze bis zur Pipeline sowie vom Zollamt Wiesenrain bis zum Reichshofstadion. Das sandige Material wird ins Gerinne verbracht und dort vom Rhein auf natürliche Weise mitgenommen. Der Bewuchs des Mitteldammes wurde auf der gesamten Strecke von der Illmündung bis zum Bodensee durchforstet. Neben den laufenden Kiesbaggerungen im Mündungsbereich wurde der Damm zwischen den Mündungen von Ill und Ehbach mit einer Dichtwand ausgestattet. Diese verhindert Durchsickerungen und dient so der Sicherung der Standfestigkeit.

“Beim Hochwasserschutz ist es wichtig, neben großen Gesamtlösungen auch die kurzfristig machbaren Einzelmaßnahmen zu verfolgen. Denn im Hochwasserfall zählt jeder Zentimeter und somit jede einzelne Maßnahme”, so Landesrat Egger abschließend.

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OTS0260 2007-03-16/17:14

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