Hochwasser: Pegelstände in Wien sinken

Treppelweg bei einem Bootsverleih auf der Donauinsel; fotografiert am Mittwoch
Treppelweg bei einem Bootsverleih auf der Donauinsel; fotografiert am Mittwoch ©APA
Erstmals gibt es nach dem Pegelanstieg der vergangenen Tage positive Signale von der Donau im Bereich Wien zu vermelden: Seit 4.00 Uhr in der Früh sinkt der Wasserstand.

Zu diesem Zeitpunkt wurde mit sieben Metern auf Höhe Korneuburg der Höchststand erreicht. Derzeit beträgt die Durchflussmenge rund 8.500 Kubikmeter pro Sekunde.

Die auf der Donauinsel angesiedelten Freizeitareale “Copa Cagrana” und “Sunken City” nahe der Reichsbrücke sind allerdings weiterhin überflutet. Das Wasser stehe hier rund 40 Zentimeter hoch und habe sich somit gegenüber gestern quasi nicht verändert, schätzte Thomas Kozuh-Schneeberger, Sprecher der Magistratsabteilung 45 (Wiener Gewässer), im APA-Gespräch. Auch hier stehe die Prognose für morgen aber auf gleichbleibend bis leicht fallend.

Wer trotz der herrschenden Witterung Badelust verspürt, muss sich dies verkneifen – zumindest an der Neuen Donau. Dort ist aufgrund der starken Regenfälle der vergangenen Tage ab sofort aus hygienerechtlichen Gründen ein Badeverbot im gesamten Bereich erlassen worden, wie die zuständige Wiener Gesundheitsabteilung mitteilte. An Ort und Stelle weisen rote Flaggen auf das Verbot hin.

Gespannt, aber routiniert ist die Situation beim Wiener Hafen Freudenau. Das Hafenbecken, das bis zum kommenden Jahr mit einem rund 200 Tonnen schweren Stahltor und einer Verstärkung des Damms zum Donaukanal hin endgültig hochwassersicher gemacht werden soll, ist derzeit jedenfalls noch nicht übergegangen, beruhigte ein Sprecher des Eigentümers Wien-Holding. Nach derzeitigem Stand dürfte dies auch so bleiben.

Die im Hafen befindlichen Schiffe würden weiterhin im Vollbetrieb entladen. Präventiv wurden die im Autoterminal befindlichen Wagen aber bereits in höherliegende Areale gebracht. Bei der großen Flut 2002 stand das Wasser im Hafen Freudenau weit über einen Meter hoch – außerhalb des Hafenbeckens, was den regulären Betrieb für zwei Wochen stark einschränkte, bis die Aufräumarbeiten abgeschlossen werden konnten.

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