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Hochwasser: Entwicklung am Mittwoch in Wien und Niederösterreich

Auch am Mittwoch: Hochwasser, so weit das Auge reicht
Auch am Mittwoch: Hochwasser, so weit das Auge reicht ©APA
Das Hochwasser hielt die Feuerwehr in Niederösterreich am Mittwoch weiterhin gehörig in Atem: Acht Katastrophenhilfsdienst-Einheiten unterstützten örtliche Kräfte, die mit tausenden Mann im Einsatz waren. In Wien wurde indessen ein Badeverbot an der Neuen Donau verhängt. Die gute Nachricht: Hier dürften die Schäden geringer sein als 2002.

In Niederösterreich sind am Mittwoch vorerst 199 Feuerwehren mit 3.200 Mann im Hochwasser-Einsatz gestanden. Acht Einheiten des Katastrophenhilfsdienstes unterstützten die lokalen Kräfte, berichtete das Landeskommando.

Feuerwehr in Korneuburg gefordert

Pegelstandkontrollen im Augebiet und immer mehr Auspumparbeiten standen für Feuerwehren im Bezirk Korneuburg an. Der Damm der S5 halte, teilte das Bezirkskommando am Vormittag mit. Im Bereich zwischen der Abfahrt Tulln und Zaina in Fahrtrichtung Wien stand das Wasser zu diesem Zeitpunkt auf Höhe des Pannenstreifens. Östlich der S5 waren Keller überflutet.

Ausgerückt waren vorerst die FF Korneuburg, Stockerau, Leobendorf, Langenzersdorf und Zaina, so das Bezirkskommando.

Sieben von neun Donaukraftwerken abgestellt

Sieben von neun Donaukraftwerken sowie das Grenzkraftwerk Jochenstein waren wegen des Hochwassers am Mittwoch abgestellt und die Wehre geöffnet, um das Wasser aus den Stauräumen abzuführen – dennoch sei die Stromversorgung gesichert, versicherte der Verbund am Mittwoch in einer Aussendung. Wasserkraftwerke aus den nicht betroffenen Teilen Österreichs würden ausreichend Strom erzeugen, dazu gebe es Wärmekraftwerke als Reserve.Die Dämme im Bereich der Donaukraftwerke seien stabil, wird versichert. Verbund-Mitarbeiter seien im Dauereinsatz, um die Sicherheit der Dämme zu kontrollieren.

Geschädigte in Wien erhalten Hilfe beim Bürgerdienst

Die Bundeshauptstadt Wien ist von den Wassermassen größtenteils verschont geblieben: Zwar wurden u.a. die Gastromeilen Sunken City und Copa Cagrana überflutet, doch die liegen in einem ausgewiesenen Überschwemmungsgebiet. Wohngebiete seien bisher keine betroffen, teilte ein Sprecher der Magistratsdirektion auf APA-Anfrage mit. Prinzipiell können sich Geschädigte an den Bürgerdienst wenden.Wien. Eine eigene Katastrophenhotline, wie sie das Katastrophenhilfegesetz vorsieht, sei nicht eingerichtet worden, da eben keine Wohngebiete betroffen seien. Damit scheinen – zumindest nach bisherigen Schätzungen – die Schäden geringer zu sein als nach dem Hochwasser 2002. Damals schüttete die Stadt nach einem Beschluss der Landesregierung insgesamt 4,1 Mio. Euro an Hilfe für die Geschädigten aus, wie eine Sprecherin von Finanzstadträtin Renate Brauner (S) der APA berichtete.

Wiener Linien verstärkten Kontrollen in U-Bahnen

Aufgrund des Hochwassers unternehmen die Wiener Linien nun verstärkt Kontrollgänge in ihrem U-Bahnsystem. Auf der U4-Strecke wurden dabei in einem Kabelraum im Bereich Franz-Josefs-Kai circa 15 Zentimeter Wasser entdeckt, wie ein Sprecher der APA am Mittwoch berichtete. Während dieses beseitigt wurde kam es zu einer rund zehn-minütigen Fahrtunterbrechung.

Für betroffene Firmen hat unterdessen die Wiener Wirtschaftskammer einen Notlagenfonds eingerichtet. Bisher hätten fünf Betriebe angefragt, berichtete ein Sprecher. Dabei handle es sich um Lokale beim Alberner Hafen und auf der Gastromeile Copa Cagrana. Die Kammer hat bis zu 10.000 Euro Soforthilfe für die Hochwasser-Opfer vorgesehen.

Hochwasser: Badeverbot an der Neuen Donau

Auf Grund der starken Regenfälle der vergangenen Tage wurde am Mittwoch auch aus hygienerechtlichen Gründen ein Badeverbot für alle Badestellen (ND 1 bis ND 9) der Neuen Donau verhängt. Vor Ort weisen rote Flaggen auf das notwendige Verbot hin.

Sicherungsarbeiten östlich von Wien

Vor allem mit Sicherungsarbeiten sind am Mittwoch die Feuerwehren östlich von Wien in der aktuellen Hochwasser-Situation der Donau beschäftigt gewesen. In diesem Gebiet stieg der Pegel noch immer an.

Die Feuerwehren im Bezirk Gänserndorf verstärkten in Zusammenarbeit mit der Via Donau den Damm. Einsätze für die rund 300 aufgebotenen Kräfte gab es in Schönau, Mannsdorf, Orth, Eckartsau, Stophenreuth und Markthof.

In Hainburg (Bezirk Bruck a.d. Leitha) galt das Hauptaugenmerk der örtlichen Feuerwehr weiterhin dem Bahnhof, dessen Unterspülung verhindert werden sollte.

(apa/red)

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