Höchste Sterblichkeitsrate bei Schwangeren

Bedingt durch Geburt und Schwangerschaft sterben rund 20.000 Frauen pro Jahr in Bangladesch. Die Frauen haben keinen Zugang zu ausreichender Gesundheitsfürsorge.

In Bangladesch sterben jedes Jahr 20.000 Frauen im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft oder einer Geburt. Der Hauptgrund ist, dass die Frauen keinen Zugang zu ausreichender Gesundheitsfürsorge haben. Das teilte die Gesellschaft für Geburtshilfe und Frauenheilkunde am Dienstag in Dhaka mit. Es fehlt nicht nur an den entsprechenden Kliniken. Vor allem religiöse und kulturelle Gründe verhindern, dass Frauen Ärzte aufsuchen.

„Die meisten schwangeren Frauen in Bangladesch haben keinen rechtzeitigen Zugang zu Geburts-Nothilfe“, sagte die Gynäkologin Roshanara Khanam. Soziale Tabus hinderten die Frauen daran, das Haus zu verlassen und sich von Fremden behandeln zu lassen. Geburten fänden meist zu Hause und ohne ausgebildete Hebammen statt.

Komplikationen nach der Geburt seien für 28 Prozent der Todesfälle verantwortlich, Abtreibungen für 21 Prozent, gab die Gesellschaft an. Nach Aussage des UN-Kinderhilfswerks UNICEF hat Bangladesch mit 440 Todesfällen pro 100.000 Lebendgeburten eine der höchsten Müttersterblichkeitsraten der Welt.

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