Hochschwangere Salzburgerin in Lebensgefahr: Mutter und Baby gerettet

Am Salzburger Landeskrankenhaus haben Ärzte und Pflegemitarbeiter eine hochschwangere Frau, die einen lebensbedrohlichen Einriss in der Hauptschlagader hatte, und deren Baby retten können.
Nach Angaben der Salzburger Landeskliniken (SALK) gibt es bisher nur fünf bis zehn Fälle in der medizinischen Weltliteratur, bei denen sowohl Mutter als auch das Kind überlebt haben, teilten die SALK am Mittwochnachmittag mit.

Ereignet hat sich der Akutfall am 25. Oktober, als die 28-jährige Salzburgerin am Tag vor dem errechneten Geburtstermin einen plötzlichen Schmerz im Brust– und Halsbereich verbunden mit deutlichem Unwohlsein verspürte. Sie informierte ihre Hebamme, die ihr eine Kontrolle im Spital empfahl. Dort diagnostizierte der Internist eine massiv erweiterte Hauptschlagader und einen lebensbedrohlichen Einriss der Gefäßinnenhaut.

Die Frau wurde sofort ins LKH überstellt, wo binnen acht Minuten das Baby per Kaiserschnitt zur Welt gebracht wurde. Die 3.480 Gramm schwere Nora war von Anfang an kerngesund, so Kliniken-SprecherinMick Weinberger zur APA. Nach dem Kaiserschnitt ersetzten die Mediziner in einer vierstündigen Operation die zerstörte Hauptschlagader durch eine Kunststoffprothese. Außerdem stellten sie noch einen bis dahin unbemerkten angeborenen Herzklappenfehler fest und ersetzten die Aortenklappe durch eine biologische Klappe.

Rund 24 Stunden nach der Einlieferung ins Spital konnte die Mutter ihr Baby bereits in die Arme nehmen. Nach dem Eingriff hat es laut Weinberger zwar nochmals Komplikationen bei der Genesung der 28-Jährigen gegeben, inzwischen sei sie aber mit der kleinen Nora daheim.

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