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Hitzige Debatten im BAWAG-Prozess

©© APA
Eine teils hitzig ablaufende Verhandlung mit wiederholten empörten Ausbrüchen des Angeklagten Ex-BAWAG-Chef Elsner hat sich am Donnerstag im BAWAG-Prozess zugetragen.

Der 99. Verhandlungstag am Donnerstag fand erstmals im vergleichsweise engen Egon-Schiele-Saal statt, die intimere Atmosphäre schien direktere verbale Auseinandersetzungen zu begünstigen.

Elsner musste mehrmals von Richterin Claudia Bandion-Ortner zur Mäßigung aufgerufen werden. Der Angeklagte zürnte besonders Staatsanwalt Georg Krakow. “So geht’s nicht”, rügte Elsner den Staatsanwalt, “Ich bin ja kein Kalender”. Der Staatsanwalt wollte wissen, wie oft Elsner nach dem zweiten großen Verlust ab Ende 2000 mit Wolfgang Flöttl Kontakt hatte und ob er sich irgendwie vergewissert habe, ob Flöttl wirklich mittellos gewesen sei, oder ob Flöttl der BAWAG etwa für den Verlust von 430 Mio. Euro durch die UniBonds Schadenersatzzahlungen hätte leisten können.

Flöttl habe ein Geständnis unterschrieben, dass er völlig mittellos sei – “er hat ja in Wien Jus studiert”, führte Elsner als Beweis der Glaubwürdigkeit des früheren Investors ins Treffen. “Das heißt ja gar nichts”, warf die Richterin ein. Ein vollstreckbares Anerkenntnis von Flöttl hätte auch “diskret” erlangt werden können, meinte Krakow auf Elsners Einwand, wonach damals ein “Run auf die Bank”, also ein Abfluss der Spareinlagen befürchtet wurde und deswegen der Verlust verheimlicht worden sei. Elsner ritt auch wieder Attacken auf den früheren BAWAG-Generaldirektor Ewald Nowotny, der Berichte über die Verluste während Elsners Führung bei einer Pressekonferenz bestätigt hatte. Daraufhin habe der Run auf die Bank erst begonnen – “das ist ja grotesk”, sieht Elsner die Verantwortung für den Schaden bei der Bank offenbar bei Nowotny.

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