Hitzfeld beobachtet seine "Nati"

Ottmar Hitzfeld blickt der EURO 2008 gespannt entgegen. Nach dem Turnier übernimmt der Meistermacher des FC Bayern München die Schweizer Fußball-Nationalmannschaft von Köbi Kuhn.

Als EM-Favorit setzt der 59-jährige Deutsche allerdings auf seine Landsleute. “Ich würde auf Deutschland tippen”, sagte Hitzfeld vor dem Eröffnungsspiel in Basel. “Möglicherweise könnte aber auch die Schweiz über sich hinauswachsen.”

Hitzfeld will sich bei der EURO ein genaues Bild von seiner zukünftigen Mannschaft machen. “So gut kenne ich die Mannschaft noch nicht”, betonte der deutsche Startrainer. “Ich erhoffe mir von der EURO gewisse Erkenntnisse. Vor allem, wie die Spieler mit Drucksituationen umgehen.” Für diese Recherche dürfte sich eine Heim-EM besonders gut eignen. “Alle Augen sind auf das Schweizer Team gerichtet”, erklärte Hitzfeld.

Sollte sich der Gesundheitszustand von Kuhns Ehefrau Alice weiter verschlechtern, sei eine vorzeitige Amtsübernahme durch Hitzfeld, der mit dem Teamchef gut befreundet ist, aber kein Thema. “Das ist für uns keine Option”, betonte der Schweizer Teammanager Ernst Lämmli. “Wir haben bereits ein Trainerteam, das nicht nur aus Köbi Kuhn besteht.” Sollte “etwas Unerwartetes” passieren, würde bei der EURO Co-Trainer Michel Pont einspringen.

Alice Kuhn liegt nach einem epileptischen Anfall seit Montag auf der Intensivstation der Uniklinik Zürich im künstlichen Tiefschlaf. Der Teamchef hatte diese Woche mehrere Termine abgesagt, um seine Frau im Spital zu besuchen. “Köbi befindet sich in einer extrem schwierigen Situation”, erinnerte Hitzfeld. “Aber ich hoffe, dass er damit klarkommt. Ich denke, mit der Hilfe seiner Spieler und Assistenten wird er das durchstehen.”

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