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Hiroshima gedenkt der Opfer der Atombombe

Mit Glockengeläut und einer Schweigeminute hat Hiroshima am Dienstag der abertausend Opfer des US-amerikanischen Atombombenabwurfs vom 6. August 1945 gedacht.
Mehr als 30.000 Überlebende, Angehörige und Nachbarn sowie Trauernde aus aller Welt fanden sich am Friedensmahnmal der japanischen Stadt ein.

Um 08.15 Uhr (Ortszeit) – genau 57 Jahre nach dem Bombenwurf – wollten sie an die rund 200.000 Toten erinnern. Kinder sangen Friedenslieder, 1.500 weiße Tauben stiegen in den Himmel auf.

Bürgermeister Tadatoshi Akiba rief die Regierungen aller Länder auf, ihre Massenvernichtungswaffen abzuschaffen. „Die Wahrscheinlichkeit, dass Atomwaffen wieder eingesetzt werden, und die Gefahr eines nuklearen Krieges steigen“, mahnte er. „Wir schwören, dass wir unser Mögliches tun, um ein Jahrhundert des Friedens und der Menschlichkeit zu schaffen.“ Er lud insbesondere US-Präsident George W. Bush ein, Hiroshima zu besuchen und „mit eigenen Augen zu sehen, was Atomwaffen anrichten können“.

Ministerpräsident Junichiro Koizumi bekräftigte die japanische Absage an den Besitz von Atomwaffen. Japan sei das einzige Land in der Geschichte, dass Atomwaffenabwürfe erlebt habe, und müsse deshalb besonders entschieden an seiner Ablehnung der Bomben festhalten, sagte er.

Bei dem Abwurf vor 57 Jahren wurden etwa 140.000 Menschen getötet, rund 80.000 starben später an den Folgen den radioaktiven Strahlung. Jedes Jahr werden weitere Namen am Gedenkstein in Hiroshima hinzugefügt. In diesem Jahr wurden die Namen von 4.977 weiteren Strahlenopfern ergänzt – mittlerweile sind es 226.870.

Am Donnerstag folgen die Gedenkveranstaltungen in Nagasaki, das am 9. August 1945 von einer amerikanischen Atombombe getroffen wurde. Rund 70.000 Menschen wurden damals dort auf der Stelle getötet. Am 15. August kapitulierte Japan, was das Ende des Zweiten Weltkriegs bedeutete.

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