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Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft - Trailer und Kritik zum Film

Das Kino liebt Größenunterschiede - ob bei King Kong und seiner blonden Frau oder zwischen Dinosauriern und Menschen. In der deutschen Kinderkomödie "Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft" ahnte der Schüler Felix 2015 nicht, dass der Wunsch, seine verhasste Lehrerin zu verkleinern, in Erfüllung gehen würde.

“Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft” lautet der Titel. Während ein Gutteil der Besetzung – darunter auch Felix-Darsteller Oskar Keymer, Anja Kling, Axel Stein und Otto Waalkes – erneut mit von der Partie ist, führt diesmal Tim Trageser anstelle von Sven Unterwaldt Regie.

Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft – Die Handlung

Kaum, dass sich Felix am Otto-Leonhard-Gymnasium so richtig wohlfühlt, da wollen seine Eltern die Stadt auch schon wieder verlassen: Es soll nach Dubai gehen – und Felix, der ist richtig böse: “Ich wünschte, meine Eltern wären klein und ich groß, dann müssten sie alles machen, was ich ihnen sage.” Auch diesmal kommt es zu einer wundersamen Miniaturisierung: Klein und hilflos stehen seine Eltern neben Felix’ Bett.

Plötzlich findet sich der Teenager in der Rolle des Aufpassers wieder, sind doch seine Erschaffer völlig überfordert mit ihrem Zwergendasein. Unterdessen passieren bizarre Dinge an der örtlichen Lehranstalt: Ausgerechnet die einst wegen ihrer schwarzen Pädagogik verhasste Schulleiterin Hulda Stechbarth wird von den Toten zurück ins Leben gerufen. Unter ihrer neuerlichen Ägide, so der Plan, soll das durchliberalisierte Gymnasium wieder zurück zu alter Strenge und Disziplin finden. Gut, dass Namensgeber Otto Leonhard (Waalkes) da noch ein Wörtchen mitzureden hat.

Obwohl sie ihre Sache durch die Bank hinweg ordentlich machen, sind es weniger die Kinderdarsteller, die in Erinnerung bleiben. Zwar tut einem Anja Kling wegen ihrer wenig dankbaren, fast lächerlich zu nennenden Rolle ein wenig leid: Der 47-Jährigen (“Wo ist Fred?”) aber gelingt es, auch im knallroten Rock, mit rot gepunkteter Bluse, knallroten Schuhen und einer ebensolchen Brille, ihrer Leinwandfigur einen Rest an Würde zu bewahren.

Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft – Die Kritik

Schauspielerischer Höhepunkt indes ist der Auftritt von Andrea Sawatzki als von den Toten auferstandene Direktorin: Sawatzki legt eine preiswürdige, sowohl Furcht einflößende als auch urkomische Performance ab. Von Otto Waalkes indes, der hier mal als sprechende Büste, mal als Ölgemälde in Erscheinung treten darf, würde man gern etwas mehr sehen. Das komödiantische Potenzial der Blödellegende macht sich der Film jedenfalls nicht in ausreichendem Maße zunutze.

“Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft” leistet vor allem eines: Er macht verdammt viel Spaß. So viel Spaß, dass man gern über ein paar Schwächen hinwegsieht: die teils unglaubwürdige und gestelzt daher kommende Diktion eines Teils der Erwachsenenfraktion etwa. Mit der durchaus spannenden und recht flotten Geschichte aber, der ambitionierten Ausstattung – in einem besonders hübschen Moment baden Felix’ geschrumpfte Eltern in ihren eigenen Zahnputzbechern – und manch starkem darstellerischen Moment, versteht das Werk zu punkten. Die knallig-bunte, ja poppige Farbpalette des Kinderfilms tut ein Übriges.

>> Alle Filmstartzeiten zu “ Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft”

(APA)

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