Hickhack um Kurzparkzone im 19ten

SPÖ, ÖVP und Grüne für Einführung von Kurzparkzonen in Oberdöbling und Heiligenstadt. „Schikanierung der Autofahrer“, wettern die Freiheitlichen.

Die Döblinger Bezirksvertretung fordert Parkpickerl für Döbling. Dem Antrag der SPÖ „die sehr stark überparkten Gebiete in Oberdöbling und Heiligenstadt bei einer Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung zuerst zu berücksichtigen“ stimmten ÖVP und Grüne zu. Derzeit prüft die Stadt Wien auch außerhalb des Gürtels die Parkraumbewirtschaftung einzuführen.

Vier Parteien mit fünf Positionen
Nach Bekanntwerden des Antrages gingen die Emotionen hoch. Bezirksrat Dominik Nepp von der FPÖ zeigt sich empört und kündigt Widerstand an:
„Die SPÖ und ihre schwarzen und grünen Komplizen sind brutal und zutiefst unsozial, wenn es um die Schikanierung der Wiener Autofahrer geht.“

VP: Wien kritisiert Döbling
Auch die ÖVP kritisiert die Kurzparkzonen-Pläne. Fritz Aichinger, Wirtschaftssprecher der ÖVP, vermutet hinter den Plänen eine reine Geldbeschaffungsmaßnahme der Stadt und VP-Verkehrssprecher Wolfgang Gerstl schießt nach: „Einmal mehr wird die Wiener Verkehrschaospolitik auf dem Rücken von Autofahrern ausgetragen.“ Diese Einsicht kam für die Parteikollegen im Bezirk zu spät, sie stimmten für den Antrag.

Rot-Grüne-Einigkeit
Einig sind sich dagegen die Grünen, die sich von den zukünftigen Kurzparkzonen in Döbling mehr Lebensqualität erhoffen: „Die Grünen Döbling sagen Ja zum Parkpickerl“, erklärt ihr Klubobmann Christian Hlavac.

Pendler geben Ausschlag
Der Döblinger Bezirksvorsteher-Stellvertreter Wolfgang Walluch von der SPÖ beruhigt indessen die Gemüter, denn in keinem Fall sollen die Pickerl im ganzen Bezirk eingeführt werden, versichert der Antragsteller. „Es kann nicht sein, dass sich die Döblingerinnen und Döblinger einen Garagenplatz mieten müssen und Einpendler kostenlos im öffentlichen Raum parken können. Die Freiheitlichen und die Schwarzen im Rathaus kritisieren zwar die Ausdehnung der Parkraumbewirtschaftung, haben aber keinen einzigen Vorschlag wie man die Überparkung durch Pendler eindämmen kann“, weist Walluch die Kritik der FPÖ und der Wiener ÖVP zurück.

Entscheidung im Jahr 2010
Zusätzlich verweisen SPÖ und ÖVP Döbling auf den Kern des Antrags. Es geht um eine Wohnsammelgarage am 12. Februar-Platz. Zwei Jahre wird die Evaluierung der Parksituation rund um den Karl-Marx-Hof in Heiligenstadt dauern. Spätestens 2010 soll entschieden werden.

Text: bz/DM

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