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Hi-Tech-Abwasser tief unter Wien

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Sollte es je ein Remake von „Der dritte Mann“ geben, würde es Aufzug statt Stiegen in die Tiefe geben. Denn Wien hat seit heute einen neuen, mit Hochtechnologie ausgestatteten Abwasser-Tunnel.

Umweltstadträtin Ulli Sima (S) präsentierte den nun fertig gestellten Wiental-Kanal. Dieser ist insgesamt rund 3,5 Kilometer lang und kann bis zu 110.000 Kubikmeter Abwasser speichern.

Der spektakuläre Tunnel, durch den schon bald das Abwasser fließen wird, war bei der heutigen Pressekonferenz noch mit bunten Scheinwerfern ausgeleuchtet. „So gemütlich wird es hier nicht mehr lange sein“, betonte Ressortchefin Ulli Sima. Der Innendurchmesser der Röhre beträgt 7,5 Meter. Geflutet wird erst in einigen Wochen.

Der Wiental-Kanal sorgt laut der Politikerin gemeinsam mit der 2005 abgeschlossenen Erweiterung der Hauptkläranlage Simmering, dem Kanalbau am Liesingbach und einer modernen Kanalnetzsteuerung für eine deutliche Verbesserung der Wiener Gewässerqualität. Mit dem neuen Bauwerk soll künftig verhindert werden, dass bei Regenfällen Schmutzwasser aus den bestehenden Abflüssen in den Wienfluss geschwemmt wird.

Der Kanal beginnt im Bereich Pilgramgasse (wo es die Anbindung an bestehende Sammelkanäle gibt, Anm.), führt bis zur Urania und schließt dort an den rechten Hauptsammelkanal-Entlaster an. Dieser transportiert das Abwasser bis zur Hauptkläranlage Simmering. Der erste Teil des Wiental-Kanals wurde bereits 1997 begonnen und 2001 fertig gestellt. Die Trasse verläuft vom Donaukanal auf der Höhe der Urania unter dem Wienfluss bis zum Stadtpark.

Bei den nun vollendeten Bauabschnitten 2 und 3 kam eine 126 Meter lange Maschine – auch genannt „Wiener Bohrwurm“ – zum Einsatz. Gekosten haben die Arbeiten rund 82,7 Mio. Euro.

In Wien sind laut Sima rund 98 Prozent der Haushalte an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen. Der Wiener Untergrund muss jährlich mit 220 Mio. Kubikmeter Abwasser fertig werden – was 1,5 Mio. randvoll gefüllten Badewannen entspricht.

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