Höhlenforscher stürzte ab: Schwierige Rettung

Dramatische Rettungsszenen haben sich in der Nacht auf Mittwoch in einer Höhle im Mariazellerland abgespielt: Ein 31-jähriger Höhlenforscher war in 115 Metern Tiefe mehrere Meter abgestürzt und mit zahlreichen Knochenbrüchen bewusstlos liegen geblieben. Seine Kameraden riefen Hilfe. Es dauerte etwa sechs Stunden, bis der Verletzte ins Freie gebracht und mit dem Hubschrauber ins Spital geflogen werden konnte, hieß es von der Sicherheitsdirektion Steiermark.

Der Niederösterreicher war am Dienstag gegen 10.00 Uhr mit fünf Kollegen in eine Schachthöhle im Fledermausloch auf der 1.699 Meter hohen Tonion (Bezirk Bruck/Mur) gestiegen, um einen neuen Gang zu erkunden. Nachdem sich die Forscher 115 Meter entlang einer senkrecht abfallenden Wand zu einer Ebene abgeseilt hatten, gingen sie weitere 200 Meter einen horizontalen Gang bis zu einem etwa 30 Meter tiefer gelegenen Raum. Dieser führte über eine sechs Meter steile Wand zu einer weiteren Verbindung. Dort kam es gegen 18.00 Uhr zum Unglück.

Der Alpinist aus St. Pölten stieg die letzte steile Wand zum neuen Gang nach oben, wobei vermutlich ein Haltegriff ausbrach. Im freien Fall stürzte der 31-Jährige etwa sechs Meter ab, kollerte weiter über steiles Gelände und blieb schließlich schwer verletzt liegen. Seine Kameraden versorgten den Mann sofort und sicherten die Wege, einer der Forscher stieg ins Freie auf, um Hilfe zu rufen.

Bis zur komplizierten Bergung wurde der Verletzte von einem Bergrettungsarzt, der sich zu ihm abgeseilt hatte, versorgt und für den Abtransport vorbereitet. Gegen 0.40 Uhr konnte der Niederösterreicher schließlich zum Ausgang der Höhle gebracht werden, von wo ihn ein Rettungshubschrauber des Innenministeriums ins LKH Amstetten flog. 22 Helfer der Bergrettung Turnau und Mariazell, zwei von der Höhlenrettung Steiermark und zwei Männer der Alpinpolizei Mürzzuschlag waren im Einsatz.

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