"Hetze"-Debatte: Schakfeh fühlt sich an Nazi-Zeit erinnert

Der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft, Anas Schakfeh, schließt sich der jüngsten Kritik an der FPÖ an. Die Parole "Abendland in Christenhand" sei "eine offensichtliche Hetze", die ihn an die Judenverfolgung erinnere.

“Auch bei den Juden hat es mit Verbal-Angriffen und unhaltbaren Beschuldigungen begonnen. Und es hat mit dem Versuch geendet, sie zu vernichten. Diese Befürchtung habe ich jetzt bei den Muslimen. Man muss den Anfängen wehren”, sagte er im “Kurier” (Dienstagsausgabe). Schakfeh ortet bei der FPÖ “faschistische Züge, die manchmal sichtbar werden”.

Mit ihrem derzeitigen Stil befinde sich die FPÖ “am Rande des Nazismus”, meinte auch Ernst Strasser, VP-Spitzenkandidat zu EU-Wahl, in der Tageszeitung “Österreich” (Dienstagausgabe). Strasser bezeichnet den Rechtsaußen-Kurs der Freiheitlichen als “äußerst unappetitlich und verabscheuungswürdig” und die neue Hinwendung zum Christentum als “Missbrauch und Abwertung religiöser Symbole”. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache wiederum betitelte Bundeskanzler Werner Faymann (S), der ihn eine “Schande” genannt hatte, als “hetzenden Kanzler”, der seines Amtes nicht würdig sei.

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