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Heimische Bauern wollen Süßkartoffeln anbauen

Süßkartoffeln werden in Österreich immer beliebter.
Süßkartoffeln werden in Österreich immer beliebter. ©pixabay.com
Die Süßkartoffel gilt in heimischen Breiten eher als exotische Feldfrucht. Doch die Nachfrage steigt und auch heimische Betriebe versuchen sich im Anbau.

Beispielsweise wurden in Herrnbaumgarten (Bezirk Mistelbach/NÖ) aktuell mehrere hundert Kilogramm geerntet, berichtete der ORF-NÖ am Wochenende.

Der heimische Anbau ist bisher unbedeutend und wenn vorhanden, meist auf einige wenige Direktvermarkter beschränkt. Zahlen, wie viele Süßkartoffeln in Österreich angebaut werden, gibt es nicht.

Süßkartoffeln brauchen viel Wärme

Die Idee zum Anbau kam der Familie Habermann in Herrnbaumgarten, weil Süßkartoffeln derzeit aufwendig importiert werden. Süßkartoffeln (Batate) im heimischen Handel stammen oft aus Israel, aber auch aus den USA oder Spanien. "Wir sehen nicht ein, warum Süßkartoffeln durch die ganze Welt transportiert werden müssen, damit sie bei uns auf dem Teller landen", sagt Markus Habermann laut ORF.

Süßkartoffeln brauchen viel Wärme. Erst ab einer Temperatur von 18 Grad Celsius wachsen sie ordentlich. Temperaturen unter 10 Grad vertragen sie nur schlecht. Da sie frostempfindlich sind, sollte man sie erst ab Mai pflanzen. Ihr Wasserbedarf ist relativ hoch, in trockenen Jahren muss man sie deshalb auch bewässern.

Erste Anbauversuche in der Schweiz

In der Schweiz gab es bereits erste versuchsweise kommerzielle Anbauversuche durch die Forschungsanstalt Agroscope. Das Produktionspotenzial für Süßkartoffeln im Freilandanbau in Mitteleuropa halten die Schweizer Forscher für beschränkt. Dennoch könnte sie wegen ihrer großen Toleranz gegenüber Hitze in Zukunft für den Gemüseanbau interessant sein, gerade auch, weil sie sich bei jüngeren Generationen zunehmender Beliebtheit erfreue.

Die Süßkartoffel ist ein Windengewächs, nicht wie die Erdäpfel ein Nachtschattengewächs. Die weltweite Jahresernte übersteigt 100 Millionen Tonnen. Größter Produzent ist mit Abstand China.

(APA/red)

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