Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Heftige Kämpfe gehen weiter

Die heftigen Gefechte in der afghanischen Provinz Sabul dauern an. US-Kampfflugzeuge griffen in der Nacht auf Samstag wieder vermutete Stellungen der Taliban an.

Afghanische Truppen hätten jetzt die Berggipfel besetzt und belagerten Taliban-Stellungen. 200 Soldaten seien zur Verstärkung aus der benachbarten Provinz Kandahar herbeigerufen worden. An Kämpfen beteiligt waren nach Angaben des Leiters des afghanischen Geheimdienstes in Sabul, Khalil Hotak, zuvor schon 500 afghanische sowie 70 US-Soldaten.

Acht Taliban-Kämpfer seien am Freitag gefangen genommen, eine unbekannte Zahl getötet worden. Eine unabhängige Bestätigung für die Angaben gab es nicht. Hotak beschrieb Sabul als Taliban-Hochburg. Von hier würden auch Angriffe in anderen Provinzen wie Kandahar, Ghasni und Urusgan koordiniert. In den Bergen hielten sich möglicherweise Hunderte Taliban-Kämpfer auf, die sich in befestigten Stellungen verschanzt hätten. Die afghanischen Behörden vermuten zwei ranghohe Taliban-Kommandanten in Sabul, Mullah Dadullah und Mullah Shafik. Laut Hotak soll sich auch Mullah Abdul Kahar in dem Gebiet aufhalten, der vor dem Sturz des Taliban-Regimes Ende 2001 der Taliban-Gouverneur der Provinz war.

Nach Angaben von Geheimdienstchef Hotak haben sich die Rebellen in Sabul mit Al-Kaida-Mitgliedern sowie Anhängern des Warlords und ehemaligen Ministerpräsidenten Gulbuddin Hekmatyar verbündet.

Nach den Plänen der USA sollen „Wiederaufbau-Teams“ die Provinzen stabilisieren. Diese „Provincial Reconstruction Teams“ (PRT) sind zum Eigenschutz bewaffnet. Die PRT sollen Informationen mit Hilfsorganisationen und der Zentralregierung des Präsidenten Hamid Karzai austauschen, die derzeit nur die Hauptstadt Kabul kontrolliert. Nach dem US-Konzept sind die PRT der verlängerte Arm der Zentralregierung in den Provinzen, wo in der Regel die Kriegsherren mit ihren Milizen das Sagen haben. Bisher gibt es vier solcher Wiederaufbau-Teams mit Soldaten und zivilen Helfern, drei unter Leitung der USA, eines unter britischer Führung. Geplant sind insgesamt bis zu zwölf PRT. Die US-amerikanischen PRT sind in Kunduz, Gardez und Bamian eingesetzt. Das britische Team ist in Mazar-i-Sharif stationiert.

Die Wiederaufbau-Teams unterstehen nicht der Internationalen Schutztruppe ISAF. Sie arbeiten unter dem Anti-Terror-Mandat „Enduring Freedom“ – unter dem die US-geführten Koalitionstruppen Taliban- und Al-Kaida-Kämpfer bekämpfen. In diesem Rahmen ist auch das deutsche Kommando Spezialkräfte (KSK) in Afghanistan eingesetzt. Die deutsche Regierung favorisiert eine Ankoppelung der PRT an das ISAF-Mandat. Dieses ist aber durch die Vereinten Nationen auf die Region Kabul begrenzt und müsste ausgedehnt werden. Zur Sicherung des Wiederaufbaus sollen noch in diesem Jahr 250 deutsche Soldaten in der Stadt Kunduz stationiert werden.

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VIENNA.AT
  • Chronik
  • Heftige Kämpfe gehen weiter
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.