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Heeres-Sicherheitsschule in Wr. Neustadt wird wie geplant im Herbst starten

Bösch bestätigte in einem APA-Interview dass die Heere-Sicherheitsschule wie geplant im Herbst starten wird.
Bösch bestätigte in einem APA-Interview dass die Heere-Sicherheitsschule wie geplant im Herbst starten wird. ©APA/Herbert Neubauer
Nach einem Treffen der Wehrsprecher wurde beschlossen, dass die Heeres-Sicherheitsschule in Wiener Neustadt wie geplant im Herbst starten wird.
Kritik an Starlinger
Aus für Heeres-Sicherheitsschule

Die Heeres-Sicherheitsschule in Wiener Neustadt dürfte doch umgesetzt werden. Das ist laut FPÖ das Ergebnis eines Treffens der Wehrsprecher der Parlamentsparteien mit Verteidigungsminister Thomas Starlinger am Freitagvormittag. Im Gegenzug habe man sich darauf geeinigt, den Minister bei der Forderung nach mehr finanziellen Mitteln zu unterstützen, sagte FPÖ-Wehrsprecher Reinhard Bösch der APA.

Schulbetrieb soll wie geplant im Herbst starten

Der Schulbetrieb werde wie ursprünglich geplant im Herbst starten. "Das war das Ergebnis dieses Gesprächs", sagte Bösch. "Wir versuchen gemeinsam einen Antrag auf die Beine zu stellen, für die Sicherstellung ausreichender Budgetmittel im Bundesheer und für die Weiterentwicklung dieser Schule im Besonderen", erklärte er die Einigung. Im Verteidigungsministerium wurde das der APA vorerst nicht bestätigt, es wurde eine Presseaussendung für Freitagmittag angekündigt.

Vergangene Woche hatte Starlinger das Aus für die Schule, ein Projekt seines Vorgängers Mario Kunsak (FPÖ), verkündet. Grund dafür seien "die fehlenden finanziellen Mittel von rund 30 Millionen Euro, die für die Einsatzfähigkeit des Österreichischen Bundesheeres dringend erforderlich sind, um auch künftig die Sicherheit der österreichischen Bevölkerung gewährleisten zu können". Das rief den Protest der Eltern der betroffenen 53 Schüler hervor, die sich in einem Offenen Brief an den Ressortchef wandten. Auch ÖVP, FPÖ und SPÖ sprachen sich am Mittwoch im Nationalrat in einem unverbindlichen Entschließungsantrag dafür aus, das Projekt Sicherheitsschule Wiener Neustadt weiterzuführen.

Starlinger bestätigt Beginn im Herbst

Die Heeres-Sicherheitsschule in Wiener Neustadt wird ihren Betrieb wie ursprünglich geplant mit September aufnehmen. Das bestätigte Verteidigungsminister Thomas Starlinger am Freitag in einer Aussendung nach einem Gespräch mit den Wehrsprechern von ÖVP, SPÖ, FPÖ und NEOS.

Ferner sei vereinbart worden, dass ein etwaiger Neubau und der laufende Betrieb im Vollausbau das Budget des Bundesheeres nicht belasten dürften. Es sei ein gemeinsamer Entschließungsantrag der Parteien im Nationalrat geplant. In der kommenden Woche lädt Starlinger die Eltern und Schüler ins Ministerium, um sie persönlich über die neue Entwicklung zu informieren, hieß es.

Zudem sollen die Wehrsprecher künftig monatlich zu einem Jour-Fix kommen. Dabei sollen alle Anliegen der Parteien zum Thema Landesverteidigung besprochen werden - unter besonderer Berücksichtigung der "Grundsätze der Sparsamkeit und der Effizienz", wie es hieß. Der Wehrsprecher der Liste JETZT war beim Gespräch terminlich verhindert. Er wurde vom Verteidigungsminister über das Ergebnis telefonisch informiert.

Bürgermeister erfreut

Der Wiener Neustädter Bürgermeister Klaus Schneeberger (ÖVP) hat sich erfreut über den Erhalt der Sicherheitsschule gezeigt. "Das ist eine sehr positive Meldung für die Bildungslandschaft in der Stadt. Schön, dass sich der Einsatz von Eltern, Jugendlichen und gewählten Mandataren ausgezahlt und für ein Umdenken beim Verteidigungsminister gesorgt hat", teilte der Stadtchef am Freitag mit.

Es bleibe zu hoffen, "dass die Finanzierung auch tatsächlich so wie geplant gesichert werden kann", hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme. Schneeberger hatte Verteidigungsminister Thomas Starlinger ersucht, "eine im Sinne der unmittelbar Betroffenen - das sind in erster Linie die Schülerinnen und Schüler - annehmbare Lösung zu finden".

Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein begrüßte, dass der konstruktive Dialog zwischen dem Verteidigungsminister und den Wehrsprechern zur einer Vereinbarung geführt hat und dieser Dialog weitergeführt wird.

(APA/Red)

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