Hausdurchsuchungen in deutschen Rotkreuz-Kliniken

In einer Großrazzia hat die Polizei wegen Betrugsverdachts drei Berliner Krankenhäuser und 22 Privatwohnungen durchsucht. Es geht um den Vorwurf falscher ärztlicher Behandlungen und gefälschter Abrechnungen. Betroffen sind nach Polizeiangaben vom Mittwoch ambulante Behandlungszentren in drei Krankenhäusern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).

Die Staatsanwaltschaft wirft den Kliniken vor, seit 2005 Assistenzärzte für medizinische Behandlungen eingesetzt zu haben, die dann als Facharzt-Behandlungen abgerechnet wurden. Außerdem ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft wegen des Vorwurfs der Körperverletzung. Die Assistenzärzte sollen nicht ausreichend qualifiziert gewesen sein.

Im Zentrum der Ermittlungen standen drei Hauptbeschuldigte und weitere Mittäter. Rund 150 Polizisten waren im Einsatz. Zunächst gab es keine Festnahmen, es sollen aber drei Haftbefehle gegen zwei Geschäftsführer von Behandlungs- bzw. Versorgungszentren sowie einen Radiologie-Chefarzt bestehen. Es soll ein Schaden in Millionenhöhe entstanden sein.

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