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Hauptsache frei: "Sei wie Du bist!"

In Wien zieht am Samstag die zwölfte Regenbogenparade über die Ringstraße. Die Organisatoren erwarten wieder bis zu 100.000 Teilnehmer.

Unter dem Motto “Sei wie Du bist!” wird ab 14.00 Uhr ausgehend vom Stadtpark für die Gleichstellung von Homosexuellen und Transgenderpersonen demonstriert.

Den Endpunkt der Parade stellt heuer erstmals der Schwarzenbergplatz dar. Dort treten ab 17.00 Uhr auf der großen Festbühne Stars wie Marla Glen, die Boyband „Jetzt anders!“ und Marianne Mendt auf. Zwischen 13.00 und 17.00 Uhr ist der Ring für Straßenbahnen und Autos teilweise nicht befahrbar. Auf dem Schwarzenbergplatz muss bis nach 22.00 Uhr mit Verkehrsbehinderungen gerechnet werden.

Erstmals wieder ÖVP-Politiker eingeladen

Dort ist die Abschlussveranstaltung angesetzt, nachdem man den Traditionsstandort Heldenplatz heuer nicht bekommen habe, so Organisator Christian Högl von der Hosi Wien am Mittwoch in einer Pressekonferenz.

Ab 13.00 Uhr wird Aufstellung am Stadtpark genommen, bevor die Parade ab 14.00 Uhr durch einen neun Meter breiten, aufblasbares Regenbogen ziehen wird. Die Route führt dann wie in den Vorjahren entgegen der Fahrtrichtung der Ringstraße (also „andersrum“) bis zum Schwarzenbergplatz.

Dieser bleibt während der Abschlussveranstaltung, die zwischen 17.00 und 22.00 Uhr angesetzt ist, für den Verkehr gesperrt. Man hoffe, den Rekord von 35.000 Teilnehmern bei der Schlusskundgebung einstellen zu können, wenn Künstler wie Marla Glen, Marianne Mendt oder die Boyband „Jetzt anders!“ vor dem Hochstrahlbrunnen singen, so Högl. Bei der Parade insgesamt werden erfahrungsgemäß über 100.000 Menschen gezählt.

„Es wird nichts geben, was irgendjemanden traumatisiert oder verstört“, versprach der Paradenorganisator. Dementsprechend wurden erstmals seit Bildung der schwarz-blauen Bundesregierung 2000 auch wieder ÖVP-Politiker eingeladen, darunter Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky. Aus terminlichen Gründen könne aber keiner der Angefragten kommen, bedauerte Högl.

Ganz allgemein gehe heuer der Preis für Homophobie wieder an die ÖVP, unterstrich die Grünen-Klubchefin im Rathaus, Maria Vassilakou, bei der Pressekonferenz. Sie blockiere auch in der neuen Regierung rechtliche Verbesserungen für Homosexuelle.

Wiens Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger (S) freute sich auf ihren Premierenauftritt im Amt bei der Parade. Mit der Veranstaltung solle auch ein Zeichen aus Wien gesendet werden, das sich gegen die Gewaltausbrüche wende, die es zuletzt bei Homosexuellenparaden in Russland oder Polen gegeben habe.

Eine positive Bilanz zog Paradenorganisator Högl auch für den ablaufenden Veranstaltungsmonat „Vienne Pride“, der seit Anfang Juni mit zahlreichen Events auf die Regenbogenparade einstimmen sollte. Das Spektrum der über 50 Veranstaltungen reichte dabei von Autorenlesungen, Tanzkursen über schwule und lesbische Stadtspaziergänge bis hin zu einem Straßenfest und einem Heurigenbesuch.

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