Häupl zieht Lehren aus Eishockey-WM

Die Pannen bei der Eishockey-WM in Wien wurden am Dienstag zum Thema im Gemeinderat - Häupl: Kein Sport-Großereignis mehr ohne Beteiligung der Stadt - Opposition übte Kritik.

Die Opposition sah den Ruf als Sportstadt in Gefahr und forderte teils personelle Konsequenzen im Stadthallen-Management. Bürgermeister Michael Häupl (S) betonte, dass nach den Erfahrungen der WM, bei der man lediglich die Halle zur Verfügung gestellt habe, derartige Großereignisse „ohne die Stadt Wien nicht mehr stattfinden können“.

Grundsätzlich wolle er „so cool als möglich“ auch die Negativpunkte betrachten, die es zweifellos gegeben habe. Klar sei aber, dass die Stadt nicht in die Organisation eingebunden gewesen sei. Erst als das Eis von den angeheuerten Profis nicht zu Stande gebracht wurde, habe man das Problem mit Hilfe der Stadt geklärt – „da hat man uns plötzlich gebraucht“. Und dass es Baustellen im Bereich der Halle geben werde, darauf habe man bereits bei der Bewerbung hingewiesen.

„Anlass zur Selbstkritik“

Wolfgang Aigner (V) verwies hingegen auf die kritischen Kommentare der internationalen Medien. Deshalb habe die Stadt als Besitzerin der Stadthallen-Mutter Wien-Holding durchaus „Anlass zur Selbstkritik“.

Die FPÖ forderte in der Aktuellen Stunde der FPÖ erneut den Rücktritt des Stadthallen-Aufsichtsrates Ferdinand Podkowicz. Schließlich sei das Image der Sportstadt Wien „in den letzten Jahren durchaus schon angeschlagen gewesen“, so Landesparteichef Heinz-Christian Strache. Nun habe man es geschafft, dass „das Kasperltheater um das Klagenfurter WM-Stadion aus den Medien verschwunden ist“.

Neue Mehrzweckhalle fix

Eine weitere Konsequenz aus der WM sei die bereits angekündigte neue Mehrzweckhalle für die Bundeshauptstadt, meinte Häupl. Für ihn sei dabei die verkehrsgünstige Lage wesentlich, der genaue Standort sei allerdings noch Gegenstand von Prüfungen. „Dass Rothneusiedl ins Gespräch gekommen ist, war nicht mein Anliegen – das war das Anliegen von Magna“, die dort ein Fußballstadion errichten wollen.

Grünen-Mandatar David Ellensohn forderte den Bau von gleich zwei neuen Mehrzweckhallen, und zwar diesseits und jenseits der Donau:
„Darüber würden wir uns sehr freuen.“ Auch BZW-Chef Günther Barnet verwies darauf, dass seine Partei bereits vor der WM für die neue Halle gewesen sei.

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