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Häupl nahm Vorzugsstimmen-Hürde

Bgm. Häupl &copy APA
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Bgm. Michael Häupl (S) war der einzige Kandidat, der ausreichend Vorzugsstimmen für eine Vorreihung auf der Liste erreichen konnte.

Exakt 11.168 Vorzugsstimmen entfielen beim Stadtwahlvorschlag auf ihn, notwendig waren 10.651. Bei den vergangenen beiden Wahlen hatte kein einziger Kandidat die in Wien sehr hohe Hürde genommen.

Strache folgt Häupl

Hinter Häupl folgt FPÖ-Spitzenkandidat Heinz-Christian Strache mit 6.086 Vorzugsstimmen am Stadtwahlvorschlag. Nummer 3 ist Maria Vassilakou von den Grünen (4.518 Vorzugsstimmen), ÖVP-Spitzenkandidat Johannes Hahn wurde Nummer 4 (4.276). Dahinter folgen der Grüne Christoph Chorherr (3.415) und SP-Mandatar Omar Al-Rawi (2.775).

Die umstrittene Abtreibungsgegnerin auf der ÖVP-Liste, Gudrun Kugler-Lang, wurde mit 2.413 Vorzugsstimmen Nummer 7 in der Reihung. BZÖ-Spitzenkandidat Hans-Jörg Schimanek bekam 284 Vorzugsstimmen auf dem Stadtwahlvorschlag und erreichte damit nur den 30. Rang. Melina Klaus (KPÖ) wurde mit 139 Wien-weiten Vorzugsstimmen Nummer 55.

Keine Änderung der Mandatszuweisung

Nach den vorläufigen Berechnungen der Wiener Wahlbehörde (MA 62) hat die Vergabe von Vorzugsstimmen weder im Stadtwahlvorschlag, den Kreiswahlvorschlägen oder bei der Bezirksvertretungswahl zu Änderungen in der Mandatszuweisung geführt. Auch wenn Häupl die Vorzugsstimmenhürde geschafft hat: Vorgereiht kann er nicht werden, denn er war als Spitzenkandidat ohnehin schon der Listenerste.

Für eine Vorreihung müssen in Wien die Kandidaten unterschiedliche Schwellen erreichen. Für eine Vorreihung auf Ebene der Bezirksvertretung braucht es doppelt so viele Vorzugsstimmen wie die Wahlzahl beträgt. Auf Gemeinderatsebene ist beim Kreiswahlvorschlag die einfache Erreichung der Wahlzahl (je nach Wahlkreis unterschiedlich zwischen 4.898 in Hernals und 6.657 in Hietzing) nötig. Für den Stadtwahlvorschlag schließlich ist es das 1,25-fache der Wahlzahl, die auf dieser Ebene diesmal 8.521 betragen hat.

Auf Wahlkreisebene kam kein Kandidat auch nur in die Nähe des Schwellenwertes. Strache erzielte 1.352 Vorzugsstimmen im Wahlkreis Favoriten und 502 in Landstraße. Häupl erreichte 958 in Ottakring. Vassilakou kam auf 800 im Wahlkreis Innen-West, 386 in der Leopoldstadt, 246 in Hernals und 222 in der Brigittenau. Hahn erreichte 619 Vorzugsstimmen im Wahlkreis Zentrum.

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