Hartes Match: Keszler gegen Heinzl

Lifeball-Organisator Gery Keszler
Lifeball-Organisator Gery Keszler ©APA
Zwischen Lifeball-Organisator Gery Keszler und Society-Moderator Dominic Heinzl vom Privatsender ATV hat sich ein Schlagabtausch entwickelt. Der Grund: Heinzls Berichterstattung sei "Öl ins Feuer" von Reaktionären, so Keszler. Stadtreporter Video 

Society-Reporter Dominic Heinzl wurde – wie berichtet – vom Life Ball 2009 ausgeladen. Grund für die harsche Maßnahme ist Gery Keszler die Berichterstattung von “Hi Society” im vergangenen Jahr. Ausgehend von einem “patscherten Sager” von Niki Lauda, bei dem der ehemalige Formel 1-Weltmeister einigen Besuchern des Festes eine Scheinmoral unterstellt hatte, hätte Heinzl ein Bild gezeichnet, wo sich am Life Ball “50 Prozent HIV-infizierte auf die anderen stürzen und jeder mit einer HIV-Infektion nach Hause geht”, meinte Keszler.

Dass ausgerechnet auf einem Fest der Toleranz ein Medium ausgegrenzt wird, sei eine Notmaßnahme. “Alles für die Pressefreiheit”, betonte Keszler. Diese Berichterstattung würde dem Organisator zufolge aber nicht nur “Öl ins Feuer” von Reaktionären gießen, sondern auch Sponsoren und Politiker unter Druck bringen. Zudem hätte Heinzl ein Jahr Zeit gehabt, Kontakt mit den Organisatoren aufzunehmen und einzusehen, dass er “drübergeschossen” ist, verteidigte Keszler seine Entscheidung.

Heinzl reagierte heftig auf seine Ausladung: “Der, der Toleranz predigt, ist intolerant”, sagte der Moderator gegenüber der APA. Der Vorwurf, er habe boshaft über den vergangenen Life Ball berichtet, sei unwahr. “Gery Keszler lügt und ich kann das beweisen. Von den 100 Minuten über den Life Ball waren 98 Minuten positiv”, sagte Heinzl. Zudem könne man ihn nicht für das Zitat eines Interviewten verantwortlich machen. “Soll er Niki Lauda ausladen”, meinte der Society-Reporter. Der wahre Grund für die Maßnahme seien “persönliche Animositäten”.

Falls es nicht zu einer Einigung mit Keszler kommen wird, wird Heinzl heuer nicht über den Ball berichten. “Mal schauen, was die Sponsoren dazu sagen”, so der Reporter. “Falls ich ich doch noch eingeladen werde, lasse ich mir aber keinesfalls einen Maulkorb umhängen.”

Der Sender ATV sprach in einer Aussendung von einem “Willkürakt gegen die Medienfreiheit”. Die Geschäftsführung erklärte, hinter Dominic Heinzl und seinem Team zu stehen.


Short version of this text in English:

Gery Keszler annoyed of Dominic Heinzl’s “Bad Press”

Gery Keszler, organiser, head and soul of famous Aids fighting charity event “Life Ball”, is offended by ATV´s 2008 report on “Life Ball”, which featured statements like: “people enjoying Life Ball while having sex without condoms”.

Gery Keszler consequently banned Dominic Heinzl, anchorman at ATV, from this years Life Ball for not sharing the organizations agenda of fighting Aids and celebrating life.


Video: Keszler äußert sich über Heinzl

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