Harry Pichler hofft in Ried wieder "Spaß an der Sache" zu bekommen

Harry PIchler (links) wünscht sich beim SV Ried einen Neustart.
Harry PIchler (links) wünscht sich beim SV Ried einen Neustart. ©APA
Ex-Rapidler Harald Pichler wünscht sich beim Bundesliga-Konkurrenten Ried einen Neustart und hofft in Ried wieder "Spaß an der Sache" zu bekommen.

Im Trainingslager in Belek war der 26-Jährige schon gut in seinem neuen Team integriert. Sein Neo-Trainer Michael Angerschmid setzt große Hoffnungen in den auch im defensiven Mittelfeld einsetzbaren Verteidiger.

Harry Pichler freut sich auf Neustart bei Ried

“Ich freue mich, einen Neustart machen zu können, setze mir aber überhaupt keine großartigen Ziele und mache mir keinen Druck. Ich will einfach wieder Spaß an der Sache bekommen, meine Form finden und spielen”, sagte Pichler im Gespräch mit der APA – Austria Presse Agentur. Die Eingewöhnung beim Tabellenfünften fiel ihm nicht schwer. “Die Mannschaft hat mich super aufgenommen.”

Der Kärntner wechselte damit von einem Europa-League-Qualifikationsplatz-Anwärter zu einem anderen. Die Vorzeichen in Ried sind allerdings andere. “Wir sind der sogenannte ‘Underdog’, der allerdings auch in den letzten Jahren gezeigt hat, dass sehr viel möglich ist. Wenn wir uns weiterentwickeln, ist auch ein Europa-League-Platz möglich”, blickte Pichler optimistisch in die Zukunft.

Keine Stammplatzgarantie für Pichler

Bei den Innviertlern dürfte Pichler neben Thomas Reifeltshammer in der Innenverteidigung zum Zug kommen. Der Ex-Rapidler ist sich aber bewusst, dass er auch bei den Oberösterreichern nichts geschenkt bekommt. “Eine Stammplatzgarantie gibt es glaube ich bei keinem Verein. Ich muss mich reinkämpfen und jeden Tag alles daran setzen, dass es vorwärtsgeht”, ist sich Pichler bewusst. Seine Marschroute ist klar: “Ich will dem Verein und den Fans zeigen, dass ich zu hundert Prozent bereit bin.”

Angerschmid hat den Ex-Innsbrucker fix eingeplant. “Der Hari muss von Anfang an funktionieren”, sagte Rieds Trainer. Man merke schon jetzt, dass er gut ins Team passe. “Er übernimmt eine Führungsrolle, ist ein sehr offener Typ, der hinein haut, wenn es sein muss. Speziell bei unseren vielen Jungen ist es wichtig, dass du den ein oder anderen mehr hast, der den Mund aufmacht und organisiert”, schilderte Angerschmid.

Dem 39-jährigen Oberösterreicher gefällt zudem die Spielweise des Abwehrspielers. “Er ist einfach ein Typ, der dir am Wecker geht, wenn er gegen dich spielt, aber es ist cool, wenn du ihn in deiner Mannschaft hast”, sagte Angerschmid. Pichler passte genau ins Anforderungsprofil der Rieder. “Wir haben einen Spieler gesucht, der auf der Innenverteidiger- und Sechser-Position spielen kann und auch Verantwortung übernimmt”, skizzierte Angerschmid.

Kaum Einsatz bei Rapid

Der ehemalige ÖFB-Nachwuchs-Teamspieler bekommt also in Ried jenes Vertrauen, das ihm im Herbst bei Rapid nur teilweise geschenkt wurde. Er brachte es auf 13 Pflichtspieleinsätze, nur siebenmal stand er in der Anfangsformation. “Am Schluss war es sicher keine angenehme Zeit mehr, wenn man überhaupt keine Möglichkeit mehr bekommt zu spielen. Ich glaube, in erster Linie muss man aber immer die Fehler bei sich selber suchen”, verzichtete Pichler auf kritische Äußerungen. Er habe zweieinhalb wunderschöne Jahre in Hütteldorf gehabt.

(APA/Red)

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