Handkuss & Co. werden geschätzt

Quelle: www.vol.at
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„Höflichkeit und gute Sitten machen wohlgelitten“ behauptet der Volksmund. Und fügt hinzu: „Höflichkeit kostet nichts.“ Unhöfliche Menschen gelten hierzulande als besonders unbeliebte Zeitgenossen.

Aber auch Intoleranz, Unzuverlässigkeit und Arroganz gehen den Mitmenschen manchmal ganz schön auf die Nerven. Da tolerieren viele eher noch Schlamperei, Nörglerei und Getratsche, obwohl auch diese Eigenschaften einen Mitmenschen oft nicht gerade sympathisch machen.

Grundprinzipien

Als erfolgreicher Unternehmer weiß Kurt Micheluzzi „Offenheit, Menschlichkeit und Ehrlichkeit“ an seinen Mitmenschen besonders zu schätzen. „Höflichkeit und gutes Benehmen gehören zu den Grundprinzipien im Umgang mit seinen Mitmenschen. Auch wenn man heute offener ist und nicht mehr alle Benimm-Regeln zeitgemäß sind, so weiß doch jeder Anstand und Höflichkeit zu schätzen. Was mich an meinen Mitmenschen besonders stört, sind Unehrlichkeit, Neid, Missgunst und Intoleranz, leider trifft man diese Eigenschaften bei mehr Mitmenschen an, als es einem lieb ist.“

Umgangsformen pflegen

„Höflichkeit ist eine Zier – und weiter kommt man nur mit ihr“, ist der Fluher Nationalrat Norbert Sieber überzeugt. „Umgangsformen gehören gepflegt“, meint er und warnt gleichzeitig vor Übertreibungen. „Alles zu seiner Zeit, am richtigen Ort“, findet er einen Handkuss am Opernball wohl angebracht, im Gespräch mit einer Bäuerin auf der Fluh aber übertrieben. „Was ich an meinen Mitmenschen besonders schätze, sind Handschlagqualitäten, was ich gar nicht mag ist Unzuverlässigkeit.“

Pünktlichkeit wichtig

Rotkreuz-Manager Roland Gozzi schätzt sich selbst eher konservativ ein: „Fünf Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlichkeit“ – womit klar wird, dass er unpünktliche Mitmenschen überhaupt nicht mag. „Natürlich lege ich auf gute Umgangsformen großen Wert und erwarte mir auch von meinem Gegenüber, dass es sich zu benehmen weiߓ. Was ihn außer Unpünktlichkeit noch an Mitmenschen stört? „Selbstdarsteller, die sich immer selbst in den Mittelpunkt stellen möchten.“

„Unzuverlässigkeit und Unpünktlichkeit“ nerven auch Roland Paterno, den Kommandanten der Rotkreuz-Abteilung Bregenz. „Höflichkeit und gutes Benehmen hingegen haben bei mir einen hohen Stellenwert, da sie die Basis für das Zusammenleben bilden. Eine gute Kinderstube macht sich im Leben immer noch bezahlt.“ Dass sich die Umgangsformen, vor allem gegenüber Frauen, in den letzten Jahren geändert haben, wundert ihn nicht: „Die Emanzipation war für Frauen gerade in diesen Belangen nicht nur von Vorteil.“

Es ist also nach wie vor eine gefragte Tugend, das gute Benehmen gegenüber seinen Mitmenschen.

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