Handel freut sich auf XMas-Endspurt

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Der Einzelhandel setzt heuer auf einen starken Endspurt im Weihnachtsgeschäft. „Viele Konsumenten haben bisher nur gustiert und kaufen ihre Geschenke ’just in time’“, heißt es.

Auf Grund des warmen Wetters haben die Christkindln bis dato um 1 Prozent weniger als im Vorjahr eingekauft, bis Ende Dezember wird aber mit einem nominellen Plus von 1 bis 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gerechnet.

40 Prozent des Weihnachtsgeschäftes werden in der Regel in der zweiten Dezemberhälfte gemacht, das aktuelle Ergebnis sei nur eine Zwischenbilanz, betonte Peter Voithofer von der KMU Forschung Austria, der seine Ergebnisse auf eine Umfrage bei mehr als 400 Geschäften stützt. Vor allem in den modischen Branchen und im Lebensmittelhandel, die bisher unterdurchschnittliche Werte aufweisen, werde in den kommenden Tagen noch eine Steigerung erwartet, hieß es.

Spiel und Elektronik

Am besten verlief das Weihnachtsgeschäft bis Mitte Dezember im Spielwarenhandel sowie im Elektro- und Fotohandel. Die Drogerien und Parfümerien und der Papier- und Buchhandel konnten das Umsatzniveau des Vorjahres in den ersten 19 Tagen im Dezember ebenfalls übertreffen. Unterdurchschnittlich schnitten bisher vor allem der Schuhhandel, der Sportartikelhandel sowie der Bekleidungs- und Lederwarenhandel. Gerade der Schuhhandel und der Sportartikelhandel haben im Vorjahr aber witterungsbedingt Rekordumsätze erzielt, räumte Voithofer ein.

Einkaufshammer Samstage

Bisher haben sich die Umsatzsteigerungen auf die Einkaufssamstage konzentriert, die Umsätze wochentags lagen unter den Vorjahreswerten. „Der Vergleich des Umsatzniveaus der Adventsamstage zeigt die große Bedeutung der letzten Einkaufstage vor Weihnachten. Das Umsatzniveau steigt von Woche zu Woche und lag am dritten bereits um 31 Prozent über dem Niveau des ersten Adventeinkaufssamstags“, erläuterte Handelsforscher Voithofer.

Kurzfristige Käufe

Die Ergebnisse einer Konsumentenumfrage der KMU Forschung zeigen, dass die Weihnachtseinkäufe immer kurzfristiger erfolgen. Der Anteil der Österreicher, die erst in der zweiten Dezemberhälfte mit dem Christmas-Shopping beginnen, ist von 15 Prozent im Jahr 2005 auf 25 Prozent gestiegen. Die Österreicher werden heuer geschätzte 1,43 Mrd. Euro für Weihnachten ausgeben, 2004 waren es 1,4 Mrd. Euro. Damit nimmt die Bedeutung des Weihnachtsgeschäftes langfristig ab.

Laut Umfrage schenken 83 Prozent der Österreicher über 15 Jahren im Wert von knapp 350 Euro pro Person. Im Trend bei den Geschenken liegen heuer LCD Fernseher, Digitalkameras, Elektrokleingeräte, Silberschmuck, modische Uhren, Lego, Playmobil und Pullover.

Am meisten für die Kinder

Erstmals erhoben wurde heuer, wer wem was schenkt. Der Großteil des Weihnachtsbudgets entfällt demnach erwartungsgemäß für die engere Familie. Traditionell werden Kinder unter 18 Jahren am meisten beschenkt (darauf entfallen 26 Prozent des Weihnachtsbudgets). Der Partner schlägt sich mit einem Anteil von 19 Prozent der geplanten Weihnachtsausgaben zu Buche, erwachsene „Kinder“ mit 18 Prozent. Insbesondere bei erwachsenen Kindern und Eltern spielen Bargeld und Gutscheine eine bedeutende Rolle.

Unter Weihnachtsgeschäft versteht man den Mehrumsatz des Einzelhandels im Monat Dezember, also den zusätzlichen Umsatz zum „Normalumsatz“. Gutscheine werden erst berücksichtigt, wenn sie eingelöst werden. In Deutschland wird unter Weihnachtsgeschäft der Gesamtumsatz im November und Dezember verstanden.

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