Haider lässt Frage der Kandidatur weiter offen

Jörg Haider lässt die Frage, ob er in Kärnten auf der Nationalratsliste kandidieren wird, weiter offen. Am Donnerstag sagte er: „Das wird die Partei entscheiden.“

Er könne seine angekündigte Kandidatur am letzten Platz der Liste gar nicht zurückziehen, weil es ja noch gar keine Liste gebe, meinte Haider bei einem Pressegespräch in Klagenfurt. Die Frage, ob er dem Wunsch des neuen FP-Obmannes Mathias Reichhold nachkommen und nicht kandidieren werde, solle in den Gremien entschieden werden. Gefragt, warum eine Kandidatur von ihm von der Bundespartei als störend empfunden werde, sagte er: „Die Wiener wollen am liebsten, dass man ihre Kreise überhaupt nicht stört.“

Am kommenden Sonntag findet eine Sitzung des FP-Landesparteivorstandes im Kärntner Launsdorf (Bezirk St. Veit) statt. Vor dieser Sitzung werde es ein Gespräch zwischen Reichhold und Haider geben, verlautete am Donnerstag aus der FPÖ. Dabei soll es unter anderem auch um die Kandidatenliste der Kärntner FPÖ gehen. Die Bezirksorganisationen haben bis zum Wochenende Zeit, ihre Vorschläge der Landespartei zu übermitteln, Reihung wird in den Bezirken laut Parteiobmann Martin Strutz keine vorgenommen. Bei der Vorstandssitzung soll nicht nur über den letzten Listenplatz Haiders, sondern auch über den Spitzenkandidaten entschieden werden. Ob Reichhold in Kärnten als blaue Nummer Eins antritt oder Herbert Haupt, stand am Donnerstag noch nicht fest.

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