Häftling wie Hund gequält: Misshand- lung in JA Josefstadt "falscher Alarm"

In der Justizanstalt Josefstadt soll es erneut zu Misshandlungen gekommen sein
In der Justizanstalt Josefstadt soll es erneut zu Misshandlungen gekommen sein ©BilderBox.com (Sujet)
Medienberichte über einen angeblich neuerlichen Übergriff in der Jugendabteilung der Justizanstalt Wien-Josefstadt wurden am Mittwoch dementiert. Anschuldigungen waren laut geworden, dass ein Häftling wie ein Hund in einer Zelle an einer Kette herumgeschleift und gewürgt worden war.

“Falscher Alarm. Da steckt nichts dahinter”, reagierte Christian Timm, stellvertretender Leiter der Vollzugsdirektion, auf Meldungen von den “Salzburger Nachrichten” (SN), denen zufolge ein jugendlicher Häftling “wie ein Hund” an einer Kette durch den Haftraum gezogen, gewürgt und gequält worden sein soll.

“Häftling hat sich mit Halsketterl gespielt”

In Wahrheit habe sich der betreffende Bursch – ein 17 Jahre alter Strafgefangener – selbst verletzt, betonte Timm: “Er hat sich mit seinem Halsketterl gespielt und sich dabei rote Striemen am Hals zugefügt.”

Der Justizwache waren zu Wochenbeginn die Rötungen aufgefallen. Diese wurden umgehend der Anstaltsleitung gemeldet. Der 17-Jährige wurde daraufhin zu einem Arzt gebracht.

Befürchtungen: Misshandelt wie ein Hund

Bei der Untersuchung und in einem Gespräch mit einer Psychiaterin zerstreuten sich dann die Befürchtungen, es könnte im Jugendtrakt der JA Josefstadt, wo im vergangenen Mai ein 14-Jähriger von mehreren Mitgefangenen vergewaltigt wurde, neuerlich zu Misshandlungen gekommen sein.

“Nach Meinung der Psychiaterin ist in diesem Fall Fremdverschulden auszuschließen”, erklärte Timm.

Betroffener soll psychisch auffällig sein

Bei dem 17-Jährigen soll es sich um einen psychisch auffälligen Häftling handeln. Eine engere psychologische bzw. psychiatrische Betreuung wurde in die Wege geleitet.

(apa/red)

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