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Hacker-Angriff auf Außenministerium dürfte noch Tage dauern

Das Außenministerium kann noch nicht sagen, wo der Ursprung der Attacke liegt.
Das Außenministerium kann noch nicht sagen, wo der Ursprung der Attacke liegt. ©APA/HELMUT FOHRINGER
Die Abwehrmaßnahmen gegen den Cyberangriff auf das Außenministerium waren auch am Dienstag am Laufen. Bisher gebe es weiter keine Hinweise auf Drahtzieher.
Schwere Cyber-Attacke auf das Außenministerium
Hacker-Angriff geht weiter

Der Cyberangriff auf die IT-Systeme des Außenministeriums ist auch am Dienstag noch im Laufen gewesen. Ebenso die Abwehrmaßnahmen, sagte Außenamtssprecher Peter Guschelbauer am Dienstagvormittag der APA. Die Attacke könne sich auch noch in den kommenden Tagen fortsetzen.

Hinweise auf die Drahtzieher gebe es bis dato keine. Wegen der Art und Weise sowie der Intensität des Angriffs liege "die Vermutung nahe", dass ein staatlicher Akteur dahinter stecke, so Guschelbauer. Dass es sich dabei um Russland oder die Türkei handeln könnte, seien aber "reine Spekulationen". Auch darüber, ob Schaden entstanden bzw. Daten gestohlen wurden, wollte der Außenamtssprecher weiter aus taktischen Gründen nichts sagen.

Kurz: IT-Systeme müssen besser werden

Laut ÖVP-Chef Sebastian Kurz, der am Dienstag als Bundeskanzler angelobt wird, zeigt der Angriff, dass es zum einen "keine absolute Sicherheit gibt", zum anderen "die Notwendigkeit besteht, auch in diesem Bereich noch besser zu werden". Wie er gegenüber dem "Standard" erklärte, könne ein derartiger Angriff sich künftig auch gegen ein Energieunternehmen, einen großen Arbeitgeber oder eine andere Institution in Österreich richten.

Das Außenministerium hatte in der Nacht auf Sonntag den "schwerwiegenden Angriff" auf seine IT-Systeme bekannt gegeben und mitgeteilt, dass das Problem rasch erkannt und umgehend technische Gegenmaßnahmen eingeleitet worden seien. Auf Grundlage des Netz- und Informationssystemsicherheitsgesetzes ist ein Koordinationsausschuss eingerichtet worden, alle diesbezüglich relevanten Stellen des Bundes seien bereits aktiv, hieß es. Die Internetseite des Ministeriums war vorerst nicht betroffen, sondern nur interne Computersysteme.

Moskau weist Verantwortung zurück

Russland hat eine Urheberschaft für den massiven Cyberangriff auf die IT-Systeme des Außenministeriums zurückgewiesen. Bezugnehmend auf die "Krone"-Titelseite mit dem Aufmachertitel: "Spionagekrimi: Spur führt nach Moskau" (Dienstag-Ausgabe) sprach der russische Botschafter in Wien, Dmitrij Ljubinskij, auf Facebook von "Fake News".

Konkret schrieb Ljubinskij: "Dies bietet mehr als ein Paradebeispiel der Fake-News-Verbreitung. Ohne sich um irgendwelche Fakten zu bemühen oder sich mindestens eine grundlegende Frage 'Cui bono' ('Wem zum Vorteil', Anm.) zu stellen." Der Botschafter hofft darauf, "dass die angesehene Zeitung ihre Widerlegung auch im Großdruck auf der Titelseite veröffentlichen wird".

Aufgrund der Schwere des Angriffs, der seit Samstagabend anhält, wird ein staatlicher Akteur dahinter vermutet. Dass es sich dabei um Russland oder die Türkei handeln könnte, seien aber "reine Spekulationen", erklärte Außenamtssprecher Peter Guschelbauer.

Die "Krone" zitierte den Terrorismusexperten Nicolas Stockhammer vom Institut für Rechtsphilosophie der Universität Wien. Stockhammer sagte: "Aufgrund der Intensität, Professionalität und Vehemenz des konkreten Cyberangriffs ist zweifelsfrei davon auszugehen, dass ein staatlicher Akteur dahintersteckt. Russland und China besitzen jedenfalls die notwendigen logistischen Kapazitäten und könnten ein politisches Interesse an derartigen Angriffen haben."

Schallenberg: Bislang noch keine Daten abgesaugt

Bei dem seit Tagen andauernden massiven Cyberangriff auf die IT-Systeme des Außenministeriums sind nach den Worten von Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) keine sensiblen Daten gestohlen worden. "Bislang, nach unseren Informationen, ist noch nix abgesaugt worden", sagte Schallenberg am Dienstagabend in der ZiB2 des ORF.

Aufgrund der Professionalität und der Größe des Angriffs liege die Vermutung nahe, dass es sich um einen staatlichen Akteur handle. Um welchen Staat, wisse man noch nicht.

(red)

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