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Haban-Mord: Er hat sich nimmer gerührt

Symbolfoto
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Ersatzmutter des erschossenen Geschäftsführers im Zeugenstand - sie habe die Leiche als erste gesehen - er lag auf dem Rücken, mit starren Augen und offenem Mund.

Zweiter Verhandlungstag im Prozess um den so genannten Haban-Mord: Im Verfahren gegen Massimiliano F. (33), der am Überfall auf den Wiener Nobeljuwelier beteiligt gewesen sein soll, wurde am Dienstag im Wiener Landesgericht unter anderem die Ersatzmutter des erschossenen Geschäftsführers Siegfried Goluch einvernommen. „Er war ein sehr netter, anständiger, feiner und arbeitsamer Mensch“, erinnerte sich die 78-jährige Frau, die 13 Jahre lang als Bedienerin in dem Geschäft gearbeitet hatte.

Am 9. Mai 1998 hatte sie Siegfried Guloch um ein Brot in eine nahe gelegene Bäckerei geschickt. Während sie einkaufen ging, fand der Überfall statt. Einer der Täter schoss dabei dem Geschäftsführer mit einer Smith&Wesson in den Kopf, als sich dieser von seinem Platz entfernen und hinter eine Vitrine begeben wollte.

Am Rücken liegend, mit offenen, starren Augen und offenem Mund fand die Bedienerin den Mittvierziger vor, als sie zurückkehrte: „Ich hab’ gerufen ’Herr Goluch! Herr Goluch!’ Er hat sich nimmer gerührt.“ Im Unterschied zu einer Ärztin, die angegeben hatte, der Sterbende habe noch ihre Hand ergriffen und zwei Mal einen russisch klingenden Namen geflüstert, konnte sich die Zeugin nicht vorstellen, dass dieser dazu noch im Stande gewesen wäre: Sie habe ihn zwar nicht unbedingt für bereits tot, jedenfalls aber für bewusstlos gehalten.

Redaktion: Bernhard Degen

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