Ägyptischer Ex-Finanzminister zu 30 Jahren Haft verurteilt

Der ehemalige ägyptische Finanzminister Yussef Boutros-Ghali ist in Abwesenheit zu 30 Jahren Haft wegen Korruption verurteilt worden. Boutros-Ghali, der von Interpol gesucht wird, muss nach dem Urteil des Kairoer Strafgerichts zudem eine Strafe von 70 Millionen Pfund (8,14 Mio. Euro) zahlen, berichtete ein AFP-Korrespondent am Samstag.

15 Jahre Haft wurden für die Nutzung von vom Zoll sichergestellten Autos verhängt, weitere 15 Jahre für die Verwendung von Steuergeldern für seinen Wahlkampf 2010.

Mubarak in Untersuchungshaft

Boutros-Ghali, ein Angehöriger der christlichen koptischen Minderheit, ist einer von mehreren Ministern der Regierung des gestürzten Präsidenten Hosni Mubarak, die wegen Korruption angeklagt sind. Auch gegen Mubarak selbst laufen mehrere Verfahren. Der 83-Jährige befindet sich derzeit in einem Krankenhaus im ägyptischen Badeort Sharm el-Sheikh in Untersuchungshaft. Er war am 11. Februar unter dem Druck heftiger regierungskritischer Proteste zurückgetreten. (APA)

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